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Stand: 30. März 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Ihr Baby kann jetzt schon sehr gezielt und von Tag zu Tag mit mehr Kraft nach Gegenständen greifen. Seine Hand-Augen-Koordination verbessert sich stetig, sodass es immer seltener ins Leere greift. In Bauchlage streckt Ihr Kind Arme und Beine von sich, hebt den Kopf und die Schultern an und versucht, seine Wünsche auch durch seine Körpersprache zu äußern.
Zum Ende des sechsten Monats können sich viele Babys selbstständig vom Bauch auf den Rücken drehen, manche auch schon vom Rücken auf den Bauch. Einige Kinder können nun auch für einen kurzen Moment aufrecht sitzen – lassen Sie Ihr Kind dabei aber nicht unbeobachtet, da es sich meist nicht lange aufrecht halten kann.

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Die ersten Zähnchen kündigen sich bei vielen Kindern ab dem sechsten Lebensmonat an. Fast immer sind es die mittleren Schneidezähne, die zuerst den Durchbruch schaffen, in drei Viertel der Fälle die unteren Schneidezähne. In den kommenden Monaten folgen die oberen mittleren Schneidezähne, dann die seitlichen Schneidezähne und nach und nach die Backen- und Eckzähne.
Im Allgemeinen kündigt sich das Zahnen damit an, dass Ihr Baby deutlich mehr sabbert, die Faust in den Mund steckt oder ständig auf allem herumkaut, das es zu fassen kriegt. Da beim Zahnen die Kieferregion stärker durchblutet wird, röten sich nicht selten die Bäckchen.
Mitunter treten zeitgleich Fieber und Durchfälle auf, wofür man lange Zeit das Zahnen verantwortlich machte. Dabei verhält es sich eher umgekehrt: Zum einen verlieren viele Kinder mit einem halben Jahr durch Einführen der Beikost allmählich den Nestschutz der Muttermilch, sodass sich ihr Immunsystem zunehmend mit Infektionen aller Art auseinandersetzen muss und daran erstarkt. Zum anderen kann Fieber den Zahndurchbruch fördern.
Zahnende Säuglinge sind häufig unruhig und weinerlich, denn ihr Zahnfleisch schmerzt. Ein großes Stück Brotrinde zum Kauen kann hier Linderung verschaffen. Außerdem kann man zahnenden Kindern elastische Kunststoffringe oder Veilchenwurzel aus der Apotheke anbieten.
Medikamente gegen Zahnungsbeschwerden sollten Sie nur in besonders schweren Fällen geben und dies zuvor mit dem Kinderarzt absprechen.
Auch die ersten Zähnchen wollen täglich gereinigt werden. Am besten mit einer weichen Zahnbürste ohne Zahnpasta oder mit einem Fingerling, der wie ein Handschuh über einen Finger gestülpt wird.
Ob dem Kind bis zum zwölften Lebensjahr täglich eine Fluortablette verabreicht wird, um sein Gebiss vor Karies zu schützen, ist eine Glaubensfrage. Viele Fachleute halten eine ausgewogene Ernährung, dreimal täglich Zähneputzen sowie fluoridhaltige Zahncremes für ebenso wirksam.
Wichtig ist vor allem, den Zuckerkonsum gering zu halten. Wer sein Kind beispielsweise an Flaschen mit zuckerhaltigem Babytee nuckeln lässt, riskiert, dass der Zucker in die Zahnanlagen eindringt und die Zähne Karies entwickeln, bevor sie herauskommen.
Wenn Ihr Baby sich die Zähne nur ungern putzen lässt, versuchen Sie, ein Spiel daraus zu machen. Viele Kinder lassen sich damit locken, dass Sie im Gegenzug gleichzeitig Mama oder Papa die Zähne putzen dürfen. Einige Babys bevorzugen zunächst auch einen weichen Fingerling gegenüber der härteren Zahnbürste oder putzen sich die Zähne selber. Letzteres ist natürlich nicht mit dem korrekten Zähneputzen zu vergleichen, übt das Putzen aber spielerisch.
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