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Milchnahrung

Stand: 1. November 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Baby trinkt an Mutterbrust

Egal ob Flaschennahrung oder Muttermilch – in den ersten sechs Lebensmonaten, der sogenannten Trinkphase, sollte der Säugling ausschließlich Milchnahrung erhalten. Empfehlungen zufolge ist Muttermilch die gesündere Variante, jedoch gibt es häufig Gründe, warum Mütter nicht stillen können oder wollen und auf industrielle Milchnahrung zurückgreifen.

Wichtig ist, dass der Säugling in den ersten Monaten ausschließlich Milch erhält, und zwar Milch in einer ganz bestimmten Zusammensetzung. Säuglinge benötigen besonders viel Energie und Nährstoffe im Verhältnis zu ihrer Körpergröße. Muttermilch liefert genau die Zusammensetzung, die das Baby braucht – die Milch ist je nach Tageszeit unterschiedlich zusammengesetzt und verändert sich sogar während einer Stillmahlzeit. Zusätzlich unterstützt sie das Immunsystem des Babys.

Wird der Säugling mit Milchnahrung aus der Flasche gefüttert, sollte diese aus hochwertigem Muttermilchersatz bestehen. Kuhmilch sowie andere tierische oder pflanzliche Produkte wie Ziegenmilch oder Reismilch sind noch über den sechsten Monat hinaus als Milchnahrung für Kinder ungeeignet. Flaschennahrung kann eine gute Alternative zur Muttermilch sein: Mit "Pre" gekennzeichnete Säuglingsnahrung ist soweit möglich an die Muttermilch angeglichen. Auch mit "1" gekennzeichnete Milchnahrung kann verwendet werden, ist aber nur teilweise an die Muttermilch angelehnt und kann Zucker enthalten. "Pre"- und "1"-Milch ist für das ganze erste Lebensjahr geeignet. Milchnahrung mit der Kennzeichnung "2" oder "3" (auch Folgemilch) sollte erst mit der Beikost verwendet werden, ist aber in der Regel nicht nötig.

In den ersten sechs Monaten ist weitere Nahrung wie Breikost oder Ähnliches für den Säugling nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich. Das noch unreife Immunsystem der Säuglinge kann gegen andere Nahrungsmittel als Milchnahrung Antikörper entwickeln, sodass eine spätere Nahrungsmittelallergie gegen diese Lebensmittel entsteht. Außerdem ist der Magen-Darm-Trakt erst nach dem ersten Lebensjahr soweit ausgereift, dass er alle Lebensmittel weitgehend problemlos verarbeiten kann.

Es wird empfohlen, den Säugling während der ersten sechs Lebensmonate voll zu stillen oder mit Flaschennahrung zu ernähren, also ausschließlich Milchnahrung zu füttern. Eine gewisse Varianz ist hier möglich: Beikost sollte frühestens nach vier Monaten eingeführt werden, also zu Beginn des 5. Lebensmonats, und spätestens nach sechs Monaten, also zu Beginn des 7. Lebensmonats. Wann genau Ihr Kind für Beikost bereit ist, muss individuell in dem genannten Zeitrahmen entschieden werden. Hier sollte individuell auf die Wünsche und die Entwicklung Ihres eingegangen und kein Druck aufgebaut werden.

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