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Flaschennahrung

Formulanahrung, Säuglingsersatznahrung

Stand: 16. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Nicht-gestillte Kinder erhalten in der Regel sogenannte Formulanahrung. Diese künstlich hergestellte Säuglingersatzsnahrung auf Kuhmilchbasis wird wie folgt unterschieden:

  • in Anfangsnahrung mit der Vorsilbe Pre und der Ziffer 1
  • in Folgenahrung mit den Ziffern 2 und 3

Die als Säuglingsanfangsnahrung eingesetzte Pre-Milch ist der Muttermilch am ähnlichsten. Sie enthält neben Milchzucker keine weiteren Kohlenhydrate, weshalb Babys davon so viel trinken können, wie sie möchten. So genannte Dauermilch mit der Ziffer 1 enthält neben dem Milchzucker noch bis zu zwei Prozent Stärke und sättigt stärker. Daher sollte auf die vom Hersteller dieser Flaschennahrung empfohlenen Trinkmengen geachtet werden, damit der Säugling kein Übergewicht entwickelt.

So genannte Folgemilch mit den Ziffern 2 und 3 ist im Vergleich zur Säuglingsanfangsnahrung recht eiweißreich. In ihrer Zusammensetzung ähnelt diese Flaschennahrung der Kuhmilch sehr. Ernährungsphysiologisch ist sie im Säuglingsalter allerdings wenig sinnvoll, weshalb das Kind auch nach dem sechsten Lebensmonat noch mit Säuglingsanfangsnahrung (Pre und 1) bestens versorgt ist.

Ist das mit Flaschennahrung gefütterte Baby gesund, reicht die Flüssigkeitszufuhr durch Fertigmilch (ebenso wie beim Stillen mit Muttermilch) vollkommen aus. Wenn das Baby stark schwitzt oder hohes Fieber hat, kann ihm zusätzlich zur Flaschennahrung ungesüßter Fencheltee (mit abgekochtem Wasser zubereitet) oder Tafelwasser aus der Flasche angeboten werden, das den Hinweis geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung trägt.

Hydrolysatnahrung

Säuglinge, die ein erhöhtes Risiko haben, eine Allergie zu entwickeln oder die bereits eine solche Allergie haben, müssen mit spezieller Ersatznahrung gefüttert werden. Hierfür gibt es die sogenannte hydrolysierte Säuglingsnahrung. Die Milcheiweiße werden dabei in einem speziellen Verfahren teilweise oder ganz aufgespalten, um so ihre allergene Wirkung zu verringern:

  • partiell hydrolysierte Säuglingsersatznahrung (HA-Nahrung): Hier sind die Milchproteine nur teilweise aufgespalten. Diese Nahrung ist immer mit dem Zusatz "HA" versehen und ausreichend, wenn man einer Allergie vorbeugen möchte, auch bei allergiegefährdeten Kindern. Diese Nahrung ist aber ungeeignet, wenn schon eine Allergie besteht.
  • extensiv hydrolysierte Ersatznahrung (Hydrolysatnahrung = ehF): Die Milchproteine sind hier stärker aufgespalten. Hydrolysatnahrung ist sinnvoll für Säuglinge, die bereits Symptome einer Milcheiweißallergie zeigen und nicht gestillt werden. Auf die Restallergene kann das Kind in seltenen Fällen aber auch allergisch regieren.

Aminosäurenformula

Diese Nahrungen sind für Kinder mit einer Milchallergie oder multiplen Nahrunsmittelallergien geeignet. Hier werden als Eiweißquelle die non-allergenen Aminosäuren verwendet, das sind die kleinsten Eiweißbausteinen und völlig frei von Kuhmilch. Deshalb sind diese Nahrungen bei Allergien besonders sicher.

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