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Forenexpertin: Marie-Luise Grein
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Stand: 1. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Säuglinge können sowohl mit gekauften Breis als auch mit selbstgemachter Kost ernährt werden. Häufig bietet sich – nicht zuletzt aus Zeit- und Kostengründen – eine Kombination von beidem an.
Der erste Brei ist ein Gemüsebrei und wird zum Mittag gegeben. Zum Beikoststart sollte der Brei möglichst flüssig sein und keine Stückchen enthalten. Am besten erzielen Sie dieses Ergebnis mit einem Pürierstab. Ist der Brei zu fest, verdünnen Sie ihn mit etwas abgekochtem Wasser oder Obstsaft.
Zunächst können Sie es mit gedünsteten und pürierten Karotten oder Pastinaken versuchen, die Sie vom Löffel oder mit der Fingerkuppe geben. Mindestens in der ersten Woche sollten Sie täglich nur eine Breimahlzeit (den Mittagsbrei) als Beikost anbieten, die zudem nur aus einem einzigen Lebensmittel besteht. Nimmt das Baby zum Beispiel Karottenbrei gerne an, füttern Sie während der ersten ein bis zwei Wochen nur dies. Stillen Sie zusätzlich oder geben Sie Ihrem Kind die Flasche, denn die ersten Versuche sättigen noch nicht.
Haben Sie das Interesse Ihres Kindes an Beikost geweckt, ergänzen Sie den Gemüsebrei um die gleiche Menge Kartoffeln. Auch diesen Brei geben Sie Ihrem Kind wieder über eine Zeit von etwa ein bis zwei Wochen. Am Ende dieser Zeit sollte die Mahlzeit 150 Gramm enthalten – 100 Gramm Gemüse und 50 Gramm Kartoffeln.
Anschließend wird der Brei um einen Esslöffel Rapsöl erweitert. Im nächsten Schritt kann der Brei, um den Eisenbedarf zu decken, um etwa 30 Gramm Fleisch (Rinderhack oder feines Putenfleisch) oder alternativ um 10 Gramm Hafer- oder Hirseflocken (vegetarischer Brei) ergänzt werden. Er zählt nun als vollständige Beikost-Mahlzeit.
Um den Vitaminbedarf zu decken, können Sie Ihrem Kind zum Nachtisch etwas Obstmus geben. Alternativ setzen Sie dem Gemüsebrei drei bis vier Löffel Obstmus oder Obstsaft zu.
Nach etwa einem Monat isst Ihr Kind nun zum Mittag einen vollständigen Gemüsebrei als Beikost. Sie können nun ein weiteres Gemüse hinzufügen oder die Gemüsesorten variieren. Achten Sie jedoch darauf, Ihrem Kind nicht zu häufig neue Zutaten anzubieten.
Als Gemüse für den ersten Brei bieten sich an:
Kartoffeln zählen zwar grundsätzlich auch zum Gemüse, werden in der Beikost jedoch separat behandelt, da sie sehr nährstoffreich sind. Der Mittagsbrei besteht entsprechend aus Kartoffeln plus ein bis zwei Gemüsesorten.
Kartoffeln sind nährstoffreicher als Reis und Nudeln und eignen sich daher besser für den ersten Brei. Mit der Zeit können Sie Ihrem Kind natürlich auch Reis und Nudeln anstelle von Kartoffeln anbieten.
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