Startseite > Ratgeber > Alkohol > Rotwein > Auf die Menge kommt es an
Autor: Onmeda-Redaktion
Den Genuss von Rotwein mit den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit zu begründen oder gar uneingeschränkt zu empfehlen, wäre eine zu einseitige Sichtweise. Denn: Wie bei vielen Dingen ist es auch beim Rotwein eine Frage der Menge, inwieweit das Getränk positive Effekte für die Gesundheit hat.
In Maßen genossen kann Rotwein durchaus zur Gesundheit beitragen. Bei übermäßigem Konsum überwiegen jedoch die negativen Eigenschaften des im Wein enthaltenen Alkohols.
Ein Zuviel an Alkohol führt nicht nur unmittelbar zu gesundheitsschädigenden Wirkungen, sondern kann auch auf lange Sicht die Gesundheit schädigen – egal, ob es sich dabei um Bier, Schnaps oder eben Rotwein handelt. Langfristig kann Alkohol zur Abhängigkeit führen, verbunden mit zahlreichen körperlichen Folgen wie beispielsweise Lebererkrankungen (z.B. Fettleber, Leberzirrhose), Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Schäden am Herzmuskel. Zudem steigt das Risiko, an Krebs zu erkranken, so insbesondere Leberkrebs, Brustkrebs, Krebs im Enddarmbereich oder Krebs im Mund- und Rachenraum. Darüber hinaus ist auch nicht zu unterschätzen, wie viele Kalorien in einem alkoholischen Getränk wie Rotwein enthalten sind. 250 Milliliter Rotwein enthalten etwa 168 Kilokalorien. Dies entspricht in etwa dem Kaloriengehalt einer Weißwurst oder 100 Gramm Hähnchenfleisch.
Gegen ein gelegentliches Glas Wein, etwa in geselliger Runde, ist bei gesunden Personen sicher nichts einzuwenden. Achten Sie jedoch darauf, den Alkoholkonsum nicht zu übertreiben. An mindestens zwei bis drei Tagen pro Woche sollten sie abstinent bleiben. So verhindern Sie eine mögliche Gewöhnung. Für Schwangere und Stillende sollte Alkohol – und somit auch Rotwein – vollständig tabu bleiben.
Zu guter Letzt: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen können Sie auch durch viele andere Maßnahmen senken als allein durch Rotwein. Dazu gehören beispielsweise der Verzicht auf die Zigarette, ein angemessenes Körpergewicht und viel Bewegung. Auch wenn ein Glas Rotwein für einen echten Weinliebhaber durch nichts zu ersetzen ist: Wer die passende Sportart für sich entdeckt hat, kann dabei richtig viel Spaß haben – und damit ebenso etwas für seine Herzgesundheit tun! Und auch durch eine ausgewogene Ernährung können Sie Ihre Gesundheit fördern. So hilft etwa viel Obst und Gemüse, um freie Radikale zu neutralisieren und somit Gefäßveränderungen vorzubeugen.
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