Selbstmord (Suizid)

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (01. April 2015)

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Selbstmord (Suizid) ist ein Thema, über das niemand gern spricht. Dem eigenen Leben ein Ende zu setzen, scheint einem Suizidgefährdeten der einzige Ausweg zu sein. Aber: Mithilfe eines Experten kann man eine unlösbar wirkende Situation überstehen und neuen Lebensmut fassen. Ansprechpartner sind hier zum Beispiel Seelsorger, Psychologen oder auch der Arzt des Vertrauens.

Holen Sie sich Hilfe!
Wenn Sie in letzter Zeit öfter über Selbstmord nachdenken, zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen. Die Telefonseelsorge steht Ihnen anonym und kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung: 0800 - 111 0 111 und 0800 - 111 0 222.

Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland rund 10.000 Menschen das Leben. Im Jahr 2013 waren es 10.076. Damit kommt Suizid fast dreimal so häufig vor wie ein tödlicher Verkehrsunfall.

Der Gedanke an Selbstmord kann jeden treffen. Nicht nur Menschen mit einer psychischen Erkrankung wie einer Depression oder einer Angststörung können so verzweifelt sein, dass sie nicht mehr leben wollen und an Suizid denken. Auch für Personen, die sich in einer persönlichen Krise befinden, kann die Situation ausweglos erscheinen, so zum Beispiel bei hoher Verschuldung oder nach dem Verlust eines geliebten Menschen. Ob arm oder reich: Selbstmord kommt in allen sozialen Schichten vor.

Die meisten Selbstmordversuche unternehmen Jugendliche und junge Erwachsene – Frauen häufiger als Männer. Den tatsächlichen Selbstmord begehen jedoch wesentlich mehr Männer. Dies mag zum Teil auch daran liegen, dass Männer bei dem Versuch, einen Suizid zu begehen, eher zu "härteren" Mitteln greifen.

Von Selbstmord spricht man, wenn sich eine Person gezielt und mit bewusster Absicht das Leben nimmt. Einem Suizid (lat. sui caedere = sich töten) geht in der Regel der Wunsch voraus, dem eigenen Dasein ein Ende zu setzen. Personen mit Selbstmordgedanken sehnen sich nach Ruhe oder möchten einer belastenden Situation entkommen. Sie glauben, dass es keinen anderen Ausweg als den Suizid für sie gibt. Diese Absicht zum Selbstmord, die mit entsprechenden Phantasien einhergeht, bezeichnet man auch als Suizidalität oder Suizidgefährdung.