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Phobie: Von AIDS-Phobie bis Spinnenangst

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (06. Oktober 2015)

© Jupiterimages/Brand X Pictures

Eine Phobie ist eine unangemessen große Angst vor bestimmten Situationen oder Objekten. Schweißausbrüche, Zittern, Herzrasen und Panikzustände sind nur einige der möglichen Symptome, die im Rahmen einer Phobie auftreten können. Obwohl der Betroffene weiß, dass seine Angst unbegründet ist, fällt ihm die Konfrontation mit dem Angstauslöser oft schwer – so schwer, dass er diesen zunehmend meidet. Die gute Nachricht: Phobien lassen sich meist gut behandeln!

Phobien sind weit verbreitet: Viele von uns kennen eine Person im Familien- oder Bekanntenkreis, die unter einer Phobie leidet. Manche Menschen verspüren eine unangemessen große Angst vor bestimmten Tieren – Experten sprechen von einer Zoophobie. Besonders häufig kommen die Spinnenphobie oder die Hundephobie vor. Ebenfalls nicht selten sind Phobiker, die den Anblick von Blut nicht ertragen können – oft reicht allein die Vorstellung an die Körperflüssigkeit, um eine Panikattacke auszulösen.

Wieder andere Personen haben panische Angst vor geschlossenen oder engen Räumen: Sie leiden unter einer Klaustrophobie. Fahrstühle, öffentliche Verkehrsmittel, aber auch medizinische Untersuchungen wie zum Beispiel die "Röhre" bei einer Magnetresonanztomographie werden bei dieser Phobie zum Problem.

Ob Angst vor Spinnen, engen Räumen oder Blut: Bei all diesen sogenannten spezifischen Phobien steht immer ein bestimmtes Objekt oder eine einzelne angstmachende Situation im Mittelpunkt.

Aber eine Phobie kann sich auch anders zeigen: Neben der spezifischen Phobie unterscheiden Mediziner und Psychologen zwischen der sozialen Phobie (Sozialphobie) und der Agoraphobie ("Platzangst"). Menschen mit sozialer Phobie haben übermäßige Ängste vor sozialen Situationen. So fällt es ihnen beispielsweise schwer, vor anderen Menschen zu reden. Die Agoraphobie kann den Alltag besonders einschränken: Der Betroffene hat Angst vor Situationen, aus denen er im vermeintlichen Notfall nicht einfach flüchten könnte. Im Extremfall sind Agoraphobiker nicht mehr in der Lage, das Haus zu verlassen – aus Angst, es könne ihnen außerhalb der eigenen, sicher erscheinenden vier Wände etwas passieren.

Phobien kann man grob in

  • spezifische Phobien,
  • soziale Phobie und
  • Agoraphobie

einteilen.

Die Formen und Ausprägungen einer Phobie sind vielfältig. Allen Phobien gemeinsam ist jedoch das Vermeidungsverhalten: Menschen mit Phobie ertragen es nur sehr schwer, sich der Angst zu stellen. Sie neigen dazu, der Situation aus dem Weg zu gehen. Das Fatale: Je länger sie die Konfrontation meiden, desto schwerer ist es, die Angst wieder loszuwerden – denn die Betroffenen können ohne eine Konfrontation nicht die Erfahrung machen, dass ihre Angst unbegründet ist und sie nichts zu befürchten haben.

Nicht jede Phobie ist behandlungsbedürftig. Wenn die Person in ihrem Alltag jedoch stark eingeschränkt ist oder sehr unter der Angststörung leidet, ist eine Behandlung der Phobie nötig – je früher, desto besser!



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