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Stress

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (24. März 2014)

© Jupiterimages/Stockbyte

Unter Stress versteht man ganz allgemein alle Belastungen oder Anforderungen, die bei Menschen zu einer Stressreaktion führen können. Hält der Stress ständig an, kann sich dies nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Lassen Sie es nicht so weit kommen!

Dass es in bestimmten Situationen zu einer Stressreaktion des Körpers kommt, ist ganz natürlich und muss erstmal keine Besorgnis erregen. In Hinblick auf die Entwicklungsgeschichte des Menschen half die Stressreaktion vor allem in akuten Gefahren beim Überleben. Denn sie aktiviert den Körper und stellt möglichst viel Energie bereit, um für einen Angriff oder eine Flucht gewappnet zu sein. Durch diese Reaktion war es unseren Vorfahren möglich, etwa bei der Begegnung mit einem wilden Tier rasch genug zu reagieren – entweder durch Kampf oder Davonrennen.

Heutzutage mündet eine Situation, die Stress auslöst, jedoch selten in körperlicher Aktivität. Daher kann Stress, der dauerhaft anhält oder immer wiederkehrt, sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken.

Der Begriff Stress ist eine Erfindung der Neuzeit und stammt ursprünglich aus der Materialwissenschaft. Man verstand darunter ein Ausmaß an Belastung, das in der Lage ist, feste Körper zu verformen. In den 1940er Jahren benutzte schließlich der Arzt und Biochemiker Hans Selye den Ausdruck Stress auch in Bezug auf Menschen. Er zeigte mit seinen Forschungen erstmals, dass Belastungen auch für den menschlichen Körper Folgen haben können. Mittlerweile beschäftigen Stress und dessen Auswirkung auf die Gesundheit viele verschiedene Forschungsbereiche und der Begriff hat Eingang in den allgemeinen Wortschatz gefunden.

Stress ist in allen Lebensbereichen möglich, egal, ob im Beruf oder in der Freizeit. Er ist auch nicht auf bestimmte Altersgruppen begrenzt oder nur Erwachsenen vorbehalten – bereits Kinder leiden unter Stress. Den meisten Stress erleben Menschen Untersuchungen zufolge in Zusammenhang mit ihrem Arbeitsplatz, vor allem Zeit- und Termindruck wirken als Stressoren (Stressauslöser) – aber auch zwischenmenschliche Probleme können zu Stress führen.

Stress ist für viele Menschen kein Ausnahmefall, sondern ein andauernder Zustand – und für manche sogar ein Lifestyle-Faktor: Nur wer Stress hat, kann von Bedeutung sein und Anerkennung verdienen, meinen sie.

Eine Frau balanciert am Strand auf einem Holzpfosten. © Jupiterimages/Digital Vision

Die Balance zwischen Stress und Entspannung zu halten ist wichtig, damit Stress nicht krank macht.

Um gesundheitliche Folgen von fortwährendem Stress zu vermeiden, ist es wichtig, auf Phasen der Entspannung zu achten. Beide Anteile sollten sich in der Balance befinden. Außerdem hilft es, die individuelle Stresskompetenz – also die Fähigkeit, mit Stress umzugehen – zu verbessern. Mit einem guten Stressmanagement gelingt es,

  • Stressfaktoren besser zu erkennen,
  • diese zu verringern,
  • die körperlichen Stressreaktionen zu mildern und
  • manche Situationen anders zu bewerten.

Das bedeutet allerdings auch, dass man sich nicht nur mit den äußeren Anforderungen auseinandersetzt, sondern ebenso mit den Anforderungen und Ansprüchen an einen selbst, – also an sich und seinen individuellen Umständen zu arbeiten.

Haben Sie im Allgemeinen Angst davor, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich vor anderen peinlich beziehungsweise beschämend zu verhalten?



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