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Mobbing und seine Folgen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. April 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Mobbing kann jeden treffen: Es gibt weder ein typisches Mobbingopfer noch allgemeine Verhaltensregeln, um sich vor Mobbing und seinen möglichen Folgen zu schützen. Allerdings haben manche Menschen ein höheres Risiko, am Arbeitsplatz gemobbt zu werden.

Frauen, Auszubildende und ältere Beschäftigte sind eher von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen; außerdem ist mobbendes Verhalten in bestimmten Berufsgruppen häufiger anzutreffen als in anderen: So ist Mobbing zum Beispiel im Pflegebereich oder Bankwesen öfter an der Tagesordnung. Einen überdurchschnittlich respekt- und achtungsvollen Umgang miteinander zeigen dagegen beispielsweise Berufskraftfahrer, das Fahrpersonal im öffentlichen Personennahverkehr oder auch Landwirte.

Der "typische" Mobbingtäter am Arbeitsplatz ist ein männlicher Vorgesetzter mittleren Alters, der schon mehrere Jahre im Betrieb beschäftigt ist. Allerdings geschieht Mobbing auch durch ältere und jüngere Vorgesetzte und Kollegen beiderlei Geschlechts.

Die Ursachen für Mobbing sind vielfältig: Zu den häufigen Motiven der Mobber zählen Abneigung gegen das Mobbing-Opfer, Neid, Frust, übertriebener Ehrgeiz und Existenzangst. Manche Firmen setzen Mobbing auch zu dem Zweck ein, Personal abzubauen. Grundsätzlich ist Mobbing in denjenigen Firmen eher ein Problem, die sich wenig um Personalpflege und -entwicklung kümmern und in denen auch sonst eher schlechte Arbeitsbedingungen herrschen.

Mobbing am Arbeitsplatz ist nicht zu verwechseln mit kleinen Konflikten, Streitereien und Missverständnissen – solche Situationen gehören zum Alltag und sind völlig normal. Mobbing hingegen ist laut Definition ein gezieltes und dauerhaftes Angreifen, Schikanieren und Ausgrenzen einzelner Personen.

Mobbing kann auf verschiedene Arten geschehen und sich auf unterschiedlichen Ebenen auswirken. Häufig schränken die Mobber ihre Opfer in deren Möglichkeit ein, sich mitzuteilen. Daneben können Mobbing-Handlungen die sozialen Beziehungen innerhalb des Betriebs erschweren (z.B. indem der/die Mobbingtäter jemanden ignorieren oder in ein abgelegenes Büro versetzen). Durch das Mobben kann auch das soziale Ansehen der Betroffenen geschädigt sein, etwa indem die Täter Gerüchte über die Mobbingopfer verbreiten.

Mobbing im Beruf kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Betroffenen haben. Immer mehr Menschen empfinden ihre Situation auf der Arbeit als belastend und unerträglich, weil sie den Anfeindungen durch Kollegen oder Vorgesetzte wehrlos ausgeliefert sind. Und auch die finanziellen Einbußen, die dem Arbeitnehmer durch eine sinkende Arbeitsqualität und höhere Fehlzeiten entstehen, sind nicht zu vernachlässigen. Mit wachsendem Leistungsdruck und zunehmender Konkurrenz im Betrieb rückt das Thema Mobbing verstärkt in den Blickpunkt.

Jemanden zu mobben ist also kein Kavaliersdelikt, denn die Folgen von Mobbing sind oft schwer – nicht nur für die Betroffenen.

Darüber hinaus kommt es nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch an anderen Orten zu Mobbing: So können zum Beispiel Kinder und Jugendliche in der Schule fortwährend Angriffen und Schikanen ihrer Mitschüler ausgesetzt sein. Viele nutzen auch das Internet, um andere zu mobben (dieses Mobbing im Internet bezeichnet man auch als Cybermobbing: Cyber = Kurzform von Cyberspace). Umso wichtiger ist es bei Mobbing, den Betroffenen in allen Bereichen Hilfe zu bieten.

Haben Sie im Allgemeinen Angst davor, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich vor anderen peinlich beziehungsweise beschämend zu verhalten?



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