Frühlingsgefühle: Im Rausch der Hormone?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Februar 2017)

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Zu Jahresbeginn mag man es manchmal kaum glauben: Aber der nächste Frühling kommt bestimmt! Und bei dem ein oder anderen damit auch die Frühlingsgefühle.

Dank steigender Temperaturen und längerer Tageslichtphasen fühlen sich viele Menschen beschwingter als in den trüben Wintermonaten davor. Die dicken Wintersachen können endlich in den Schrank verbannt werden. Leichtere Kleidung und frische Kleiderfarben in den Schaufenstern läuten die neue Lebenslust ein. Die grüner werdenden Parks füllen sich mit verliebten, händchenhaltenden Paaren. Wer Single ist, macht sich rasch auf die Suche nach einem Seelenverwandten und flirtet, was das Zeug hält. Diese oder ähnliche Vorstellungen verbinden jedenfalls viele mit dem Begriff "Frühlingsgefühle".

Die länger werdenden Tage zusammen mit den angenehmeren Tagestemperaturen sollen dazu führen, dass beim Menschen solche Frühlingsgefühle ausbrechen. Aber was sagt die Wissenschaft dazu? Wird der Mensch im Frühjahr tatsächlich derartig von Tageslänge und  Hormonen beeinflusst? Oder gibt es "wahre" Frühlingsgefühle eigentlich nur in Büchern und Filmen?

Frühlingsgefühle: Man sieht ein Herz, das in einen Baum geritzt wurde und im Hintergrund ein spazierendes Pärchen. © iStock

Gibt es Frühlingsgefühle wirklich?

Tatsächlich hat eine saisonale Veränderung wie der Frühling gar nicht so viel Einfluss auf das Liebesleben des Menschen wie man meinen möchte. Zweifellos verbessern die länger werdenden Tage jedoch die Stimmung der Menschen im Frühjahr – und können Winterdepressionen förmlich mit einem Sonnenstrahl vertreiben.

Zu Frühlingsgefühlen gibt es bisher keine wissenschaftlichen Daten, die diese in ihrer landläufigen Bedeutung bestätigen würden. Vielleicht sind Frühlingsgefühle eher ein psychologisches Phänomen, eine Art "selbsterfüllende Prophezeiung". Der Frühling bringt mit dem Erwachend der Natur, seinem Mehr an Licht und mehr Wärme, auch mehr Leichtigkeit. Viele Menschen animiert das, Dinge wieder positiver sehen – möglicherweise auch einfach, weil man mit dem Frühling einen Aufwärtstrend erwartet!

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