August Paul von Wassermann

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. April 2014)

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* 21. Februar 1866 in Bamberg

† 16. März 1925 in Berlin

August Paul von Wassermann ist vielen Menschen als Entwickler der nach ihm benannten Wassermann-Reaktion zum Nachweis des Syphilis-Erregers bekannt. Dieser Test besitzt heutzutage aber nur noch historische Bedeutung.

Von Wassermann wurde als Sohn eines bayerischen Hofbankiers in Bamberg in Bayern geboren. Nach seinem Medizinstudium an einer Reihe von Universitäten wie Erlangen, Wien, München und Straßburg promovierte er im Jahre 1888 in Straßburg über das Thema "Über die Wirkung des Sulfonats" zum Dr. med.

Im Jahre 1890 wechselte von Wassermann nach Berlin und trat als Assistenzarzt in das Institut für Infektionskrankheiten ein. Dort arbeitete er mehrere Jahre unter der Leitung von Robert Koch und Paul Ehrlich. Anschließend wurde er Oberarzt in der Infekteologie der Charité in Berlin. Im Jahre 1901 habilitierte er sich und wurde im Jahre 1902 zum außerordentlichen Professor ernannt. Im Jahre 1906 wurde von Wassermann Vorstand der Abteilung für experimentelle Therapie und Biochemie.

Im Alter von 47 Jahren wurde August Paul von Wassermann Direktor des neu gegründeten Instituts der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Berlin für experimentelle Therapie. Seine wissenschaftliche Forschungsarbeit umfasste vor allem das Gebiet der Serologie und Immunologie. Weltweit bekannt wurde er aber insbesondere durch den von ihm entwickelten Test auf das Frühstadium einer Syphilisinfektion. Er legte damit die diagnostische Grundlage für die Therapie des Anfangsstadiums der Syphilis mit dem im Jahre 1910 von Paul Ehrlich entwickelten Salvarsan. Darüber hinaus war von Wassermann auch in der Tuberkulose- und Krebs-Forschung aktiv. Im Jahre 1921 erhielt er als Erster den Hans-Aronson-Preis.



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