Oliver Wolf Sacks

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. April 2014)

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* 9. Juli 1933 in London

Oliver Sacks wurde unter anderem durch seine Arbeit mit an der sogenannten Europäischen Schlafkrankheit erkrankten Personen sowie durch seine Bücher zu verschiedenen neurologischen Erscheinungen berühmt.

Seine Schulausbildung erhielt Sacks, der aus einer englischen Wissenschaftlerfamilie stammt, in London. Er ging anschließend an das Queen's College in Oxford, wo er Medizin studierte und das Examen machte. Nach seiner Ausbildung arbeitete Oliver Sacks zunächst im Middlesex Hospital in London. 1961 begann er im Mount Zion Hospital in San Francisco zu arbeiten. Seit 1965 ist Sacks in New York als Neurologe tägig. 1966 begann er, als beratender Neurologe für das Beth Abraham Hospital in der Bronx zu arbeiten. Dort traf er auf Patienten, die Symptome der Schlafkrankheit zeigten. Die Krankheit grassierte zwischen 1916 und 1927 weltweit. Durch die Behandlung mit L-Dopa konnten die Beschwerden gelindert werden.

Seit Juli 2007 ist Sacks Professor für Klinische Neurologie und Klinische Psychiatrie am Columbia University Medical Center.

1973 veröffentlichte Oliver Sacks seine Berichte über Personen, die an der Schlafkrankheit litten (Awakenings). Da seine Fallgeschichten nicht nur wissenschaftlich-analytisch, sondern zugleich erzählend sind, ermöglichte Sacks damit auch Nichtmedizinern einen Einblick in nervliche Erkrankungen und damit zusammenhängende Probleme wie die der veränderten Farb- und Bewegungswahrnehmung. Durch diese Darstellungen und weitere Fallgeschichten wie Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte (1985) und Eine Anthropologin auf dem Mars (1995), durch seine Bücher zu Migräne (Migräne: Evolution eines häufigen Leidens, 1985), zur Taubheit und anderen Erkrankungen fand Sacks viele Leser.



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