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Francis Peyton Rous

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. April 2014)

© iStock

* 5. Oktober 1879 in Baltimore (Maryland, USA)

† 16. Februar 1970 in New York (New York, USA)

Francis Peyton Rous arbeitete im Alter von 87 Jahren noch aktiv in seinem New Yorker Laboratorium, als er im Jahr 1966 für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Tumor erzeugenden Viren den Nobelpreis für Medizin und Physiologie erhielt.

Francis Peyton Rous studierte bis 1905 an der John-Hopkins-Universität in Baltimore Medizin. 1909 kam er als Professor an das Rockefeller-Institut für medizinische Forschung in New York, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. Hier erfolgten Rous' Arbeiten zur Krebsentstehung durch Viren, die ihn schließlich berühmt machten.

Francis Peyton Rous Interesse galt sein Leben lang der Erforschung des Krebses. Dabei widmete er sich schon zu Beginn seiner Forschungsarbeit einem Tumor bei Hühnern, der speziell im Bindegewebe entsteht – das Hühnersarkom.

Rous wollte herausfinden, was die Sarkombildung bewirkte, die damals hohe Schäden in den auf Massentierhaltung eingerichteten Geflügelfarmen verursachte. Seine Überlegung war, dass dies eine Substanz sein müsste, die kleiner als die eigentlichen Krebszellen ist. In seinen Versuchen filterte Rous eine Anschwemmung von Krebszellen durch feinstmaschige Siebe, die nur winzige Teilchen, aber keine (Krebs-)Zellen durchließen. 1910 gelang es Francis Peyton Rous schließlich erstmals, zellfreies Filtrat zu erzeugen. Er injizierte diese Substanz in gesunde Hühner, die dadurch erkrankten. Damit konnte Rous nachweisen, dass diese Substanz immer noch in der Lage war, Krebsgeschwüre zu übertragen, womit die Bestätigung erbracht war, dass das "Rous-Sarkom" durch ein bestimmtes Virus, das "Rous-Sarkom-Virus" (RSV), hervorgerufen wird.

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1911 veröffentlichte Francis Peyton Rous diese Beobachtung, ohne allerdings den Krankheitserreger als Virus zu bezeichnen. Erst ein viertel Jahrhundert später wurde das RSV im Rahmen der zwischenzeitlich weltweiten Virusforschung als krebserregendes Partikel allgemein bestätigt.

In seinen weiteren Forschungsarbeiten gelang es Francis Peyton Rous, 1918 erstmals mit einer Zitrat-Dextrose-Mischung bei kühler Lagerung menschliches Blut bis zu vier Wochen lang aufzubewahren. Damit wurde erstmals die Übertragung von Vollblut, Blutbestandteilen oder sonstigen Blutkonserven eines Blutspenders auf einen Empfänger zeitunabhängig möglich.

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