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Stanley B. Prusiner

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. April 2014)

* 28. Mai 1942 in den USA

Der Wissenschaftler Stanley B. Prusiner wurde am 28. Mai 1942 in Des Moines/Iowa geboren. Während sein Vater im Krieg war, lebten er und seine Mutter in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zog die Familie zurück nach Des Moines, wo Prusiner die Grundschule besuchte. Im Jahre 1952 ging die Familie Prusiner zurück nach Cincinnati. Dort lernte Stanley Prusiner auch seine Frau Sandy, eine Mathematiklehrerin, kennen, mit der er zwei Töchter hat.

In Cincinnati beendete Stanley Prusiner seine Schulausbildung und studierte Latein und Chemie. Sein Chemiestudium schloss er 1964 mit einem Diplom an der Universität von Pennsylvania ab. Bald darauf begann Prusiner, an der "School of Medicine" von Pennsylvania Medizin zu studieren; 1968 wurde ihm der Doktorgrad für Medizin verliehen.

Von 1972 bis 1974 war Stanley Prusiner als Assistent in der Neurologie an der Universität von Kalifornien, San Francisco, tätig. Anschließend wurde er dort zum Assistenzprofessor ernannt. Von 1980 bis 1988 arbeitete Prusiner zudem als Dozent am Department für Biophysik und Biochemie an der Universität von Kalifornien. Im Jahre 1984 wurde er Professor für Neurologie und Virologie, 1988 Professor für Biochemie.

Stanley Prusiner entwickelte eine völlig neue Theorie über den Erreger der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJD) beim Menschen beziehungsweise den Rinderwahnsinn (BSE) bei Rindern oder der Traber-Krankheit (Scrapie) bei Schafen und Ziegen. Schon 1972 hatte er sich in San Francisco den Hirnerkrankungen zugewandt. Auslöser dafür war der Tod einer seiner Patientinnen, die an CJD gestorben war. 1982 ging Prusiner erstmals mit seiner These an die Öffentlichkeit, dass nicht wie bisher angenommen ein Virus für die Erkrankung verantwortlich sei, sondern bestimmte Eiweißstoffe (Proteine), die von ihm als Prionen (Proteinaceous Infectious Particles) bezeichnet wurden. Als Prusiner seine Theorie vorstellte, wurde er von der Fachwelt zunächst belächelt. Dennoch erhielt er 1997 für seine Forschungen den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

Die vorgestellte Theorie Prusiners über den BSE-Erreger ist noch nicht endgültig bewiesen, gilt jedoch mittlerweile als relativ unumstritten.

In den letzten Jahren ist Prusiner auch der deutschen Wissenschaftsgemeinde bekannt geworden, was ihm unter anderem 1995 den Paul-Ehrlich-Wissenschaftspreis einbrachte.


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