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Mutter Teresa (Agnes Gonxha Bojaxhiu)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. April 2014)

© iStock

* 27. August 1910 in Skopje/Mazedonien
† 5. September 1997 in Kalkutta/Indien

Agnes Gonxha Bojaxhiu, bekannt als Mutter Teresa oder als Teresa von Kalkutta, war die jüngste von drei Kindern. Sie wurde als Tochter einer wohlhabenden albanisch-katholischen Familie in Skopje, der heutigen Hauptstadt Mazedoniens geboren.

Quelle ihres Engagements war ihr tiefer Glaube an Gott und ihre unbedingte Treue zur Kirche. Schon sehr früh wurde Agnes Gonxha Bojaxhiu an Glaubensfragen herangeführt. Bereits im Alter von zwölf Jahren beschloss sie, Nonne zu werden. Mit 18 Jahren bat Agnes Gonxha Bojaxhiu um Aufnahme in den Loreto-Orden in Bengalen/Italien. Man teilte ihr mit, dass der Weg nach Bengalen nur über Irland führte.

Am 26. September 1928 verließ Agnes Gonxha Bojaxhiu Skopje und ging als Novizin nach Irland. Bereits im November 1928 verließ sie Irland und fuhr nach Indien, um in Darjeeling ihr Novizat zu beginnen. Während dieser Zeit entschloss sie sich, in Anlehnung an die Karmeliterin Teresa von Lisieux, die im Jahr 1927 heilig gesprochen wurde, den Namen Teresa anzunehmen.

1931 legte Teresa in Darjeeling ihr erstes Gelübde ab, woraufhin sie an die St. Mary's School nach Kalkutta geschickt wurde. Dort verbrachte sie siebzehn Jahre, zunächst als Lehrerin, später als Direktorin, und erhielt während dieser Zeit die indische Staatsbürgerschaft.

Bei Fahrten durch das Land und die Stadt Kalkutta verspürte Mutter Teresa 1946 die Berufung, ihr Leben den Armen zu widmen. Jedoch erst zwei Jahre später, im Jahr 1948, erhielt sie die Erlaubnis, den Orden zu verlassen. Ab diesem Zeitpunkt lebte sie in der einfachen Wäscherinnenkleidung, dem weißen Sari mit der blauen Borte, unter den Ärmsten der Armen.

1965 gründete Mutter Teresa den Orden Kongregation der Missionare der Nächstenliebe, dem mittlerweile rund 4.000 Ordensschwestern und 500 Ordensbrüder in 123 Ländern der Erde mit etwa 600 Niederlassungen angehören.

In Kalkutta richtete Mutter Teresa die sogenannten Sterbehäuser ein, in denen todkranke Menschen aus den Elendsquartieren ein Bett, medizinische Betreuung, Essen und menschliche Zuwendung bekamen. Weiterhin adoptierte sie viele tausend Kinder, um ihnen damit ein hoffnungsloses Leben in den Slums zu ersparen. Dieses Beispiel wurde in vielen Zentren des Ordens weltweit aufgegriffen.

Für ihre Arbeit erhielt Mutter Teresa 1979 in Oslo den Friedensnobelpreis.

Auf Kritik an den mangelnden medizinischen Fachkenntnissen ihrer Mitarbeiterinnen und den nicht ausreichenden medizinischen und hygienischen Verhältnissen in ihren Einrichtungen pflegte Mutter Teresa zu entgegnen: "Nicht der Erfolg, sondern die Treue im Glauben ist wichtig." Sie folgte einem konservativen Glaubensbild und äußerte sich häufig gegen die Ehescheidung und besonders gegen jede Art der Abtreibung. Kritiker ihrer Tätigkeit werfen ihr vor, dass ihr mehr an der Bekehrung der Notleidenden gelegen hätte als an effektiver irdischer Hilfe.

Mutter Teresa starb am 5. September 1997. Am 19. Oktober 2003 wurde sie im Rahmen des 25-jährigen Pontifikals von Papst Johannes Paul II. auf dem Petersdom vor rund 300.000 Gläubigen selig gesprochen.


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