Sir Peter Mansfield

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. April 2014)

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* 9. Oktober 1933 in London

Der Physiker Sir Peter Mansfield erhielt 2003 gemeinsam mit dem US-amerikanischen Chemiker Paul C. Lauterbur den ´Nobelpreis für "Physiologie oder Medizin" für seine Entwicklungen auf dem Gebiet der Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie).

Peter Mansfield wurde am 9. Oktober 1933 in London als jüngstes von drei Kindern geboren. Er besuchte die William Penn School, die er aber im Alter von 15 Jahren verließ. Danach arbeitete er in einem "Print Shop" und diente in der Armee. Sein Abitur holte er später an einer Abendschule nach und begann 1956 am Queen Mary College der Universität von London Physik zu studieren.

Mansfield machte im Jahre 1962 seinen Doktor in Physik (PhD). Ab 1964 war er Assistent am Institut für Physik der Universität von Nottingham, ab 1968 Oberarzt und zwei Jahre später auch Dozent. 1972 war er Gastprofessor am Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung in Heidelberg. Für seine Arbeiten wurde er im Jahr 1993 zum Ritter geschlagen. Sir Mansfield ist mit seiner Frau Jean seit vielen Jahren verheiratet und hat mit ihr gemeinsam zwei Töchter. Seit 1994 ist Mansfield emeritiert.

Die Erfindung der Kernspintomographie ist – neben der Entdeckung der Röntgenstrahlung durch Conrad Röntgen im Jahre 1895 – eines der bedeutendsten Verfahren der modernen medizinischen Diagnostik. Eine der wesentlichen Grundlagen für die Entwicklung der Kernspintomographie war eine von Mansfield entwickelte mathematische Operation, welche die schnelle Bildanalyse mithilfe von so genannten Fourier-Transformationen ermöglicht.



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