Max Levy-Dorn

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. April 2014)

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* 1. August 1863 in Berlin

† 20. Juni 1929 in Berlin

Max Levy-Dorn zählt zu den Begründern der Röntgenwissenschaft in Deutschland. Zu seinem Arbeitsgebiet zählt die Diagnostik und Therapie mit Röntgenstrahlen sowie ihre apparative Entwicklung. Unter anderem befasste sich Levy-Dorn mit der Tiefentherapie mit Röntgenstrahlen, dem Schutz vor Röntgenstrahlen und der Lokalisation von Fremdkörpern.

Max Levy-Dorn studierte in Berlin und Leipzig und war zunächst als Chirurg tätig, aber auch an den Fachgebieten Neurologie und Pathologie interessiert. Nach seiner Laufbahn als Chirurg ließ er sich als Praktischer Arzt in Berlin nieder. Nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen durch den Physiker Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923) befasste sich Levy-Dorn ab 1896 intensiv mit den technischen Grundlagen von Röntgenstrahlung, um diese medizinisch anzuwenden. Ende 1896 richtete er in seiner Praxis ein Röntgenlaboratorium ein, das zu den ersten und am besten ausgerüsteten der damaligen Zeit gehörte. Levy-Dorn wurde rasch der führende Röntgenologe in Berlin. 1906 erhielt er die Leitung des von ihm konzipierten Zentralinstituts für Untersuchungen und Behandlungen mit Röntgenstrahlen am Städtischen Rudolf-Virchow-Krankenhaus (RVK) in Berlin.

Max Levy-Dorn war ein vielseitiger Arzt, der durch klinische Beiträge und technische Entwicklungen das Fach Röntgenologie fundamental bereicherte und rund 200 Fachpublikationen verfasste. Das baulich und technisch sehr großzügig angelegte Röntgeninstitut am RVK wurde Vorbild für weitere derartige Einrichtungen im In- und Ausland und eine begehrte Lehr- und Ausbildungsstätte. Zahlreiche Ehrungen, Auszeichnungen, Mitgliedschaften und Präsidentschaften begleiten Levy-Dorns Werk.



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