Paul C. Lauterbur

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. April 2014)

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* 6. Mai 1929 in Sidney im US- Bundesstaat Ohio
† 27. März 2007 in Urbana, Illinois

Der US-amerikanische Chemiker Paul C. Lauterbur erhielt gemeinsam mit dem Physiker Sir Peter Mansfield den Nobelpreis des Jahres 2003 für "Physiologie oder Medizin" für seine Entwicklungen auf dem Gebiet der Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspin-Tomographie).

Die Erfindung der Magnetresonanztomographie zählt – neben der Entdeckung der Röntgenstrahlung durch Conrad Röntgen im Jahre 1895 – zu den bedeutendsten Verfahren der modernen medizinischen Diagnostik. Eine der wesentlichen Grundlagen für die Entwicklung der MRT war das von Lauterbur entwickelte Verfahren der variablen magnetischen Gradientenfelder.

Paul C. Lauterbur wurde am 6. Mai des Jahrs 1929 in dem kleinen Ort Sidney im US-Bundesstaat Ohio geboren. 1951 erlangte er den Grad des Bachelor of Science (B.S.) am Case Institut of Technology im US-Bundesstaat Cleveland. Parallel arbeitete er als Forschungsassistent am Physikdepartment in Illinois/USA. Ein Jahr darauf wurde Lauterbur der Doktorgrad in Chemie verliehen. Von 1969 bis 1985 war er als Professor für Chemie und Radiologie an der New York University at Stony Brook tätig, danach arbeitete er einige Jahre als Dozent am Physikdepartment der Universität von Nottingham. Seit 1985 ist Lauterbur Professor und Direktor am Biomedical Magnetic Resonance Laboratory sowie Professor an der Universität of Illinois am College of Medicine at Urbana-Champaign.

Lauterbur erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter die National Medal of Science, den Albert Lasker Clinical Research Award oder den Kytoto Prize for Advanced Technology.



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