Heinrich Köbner

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. April 2014)

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* 02. Dezember 1838 in Breslau

† 03. September 1904 in Berlin

Heinrich Köbner wurde am 2. Dezember 1838 im damals deutschen Breslau (heute Polen) geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Breslau und begann dort 1855 mit dem Medizinstudium. Seine Studienzeit in Breslau und Berlin schloss er im Jahre 1859 in seiner Heimatstadt mit der Promotion zum Thema Physiologisch-chemische Untersuchungen über Blutzuckerverdauung ab.

Anschließend arbeitete Köbner an verschiedenen Krankenhäusern in Wien und Paris. Im Jahre 1861 gründete er die erste Poliklinik für Hautkrankheiten und Syphilis in Breslau. Die Syphilis spielte zur damaligen Zeit eine große Rolle, galt sie doch als unheilbar. Während seiner praktischen Tätigkeit widmete er sich aber auch weiterhin intensiv der wissenschaftlichen Forschungsarbeit, die im Jahre 1869 mit der Habilitation ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. Schon drei Jahre später wurde Köbner zum Professor ernannt und im Jahre 1876 zum Direktor der neu geschaffenen dermatologischen Universitäts- und Poliklinik in Breslau berufen. 1977 zog er nach Berlin, wo er 1884 nochmals eine eigene Poliklinik für Hauterkrankungen gründete und Kurse für Ärzte abhielt.

Im Jahre 1893 wurde Heinrich Köbner die hohe Ehrung der Wahl in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina zuteil, 1897 erhielt er den begehrten Titel eines Geheimen Medizinalrats.

Noch heute ist Heinrich Köbner Ärzten, Studenten und auch Betroffenen durch das nach ihm benannte Köbner-Phänomen bekannt. Man versteht darunter die Entstehung neuer Krankheitsherde durch mechanische Reizung, weshalb das Phänomen auch isomorpher Reizeffekt genannt wird.



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