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Dorothy Crowfoot Hodgkin

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. April 2014)

© Getty Images

* 12. Mai 1910 in Kairo
† 29. Juli 1994 in Shipston-on-Stour (Warwickshire, England)

Dorothy Crowfoot forschte über die Eigenschaften und Verhaltensweisen von Insulin, Penicillinen und Vitaminen und erhielt dafür im Jahre 1964 den Nobelpreis für Chemie für ihre Analyse der Struktur des Vitamins B12. Schon vor ihrer Nobelpreisehrung war sie durch den von ihr erstmals initiierten Einsatz der Röntgenstrukturanalyse bei der Strukturbestimmung von Makromolekülen bekannt geworden.

Dorothy Crowfoot wurde als Tochter des englischen Altertumsforschers und Kolonialbeamten John Winter Crowfoot und seiner Frau Grace Mary geboren. Die meiste Zeit ihrer Kindheit verbrachte sie mit ihren Geschwistern in Norfolk, England. Die Eltern mussten aus beruflichen Gründen häufig den Wohnort wechseln. Schon rasch entwickelte Crowfoot das Interesse für Kristalle und Chemie.

Von 1928 bis 1932 belegte Dorothy Crowfoot als eine der wenigen Studentinnen am Somerville College der Oxford University die Fächer Chemie, Archäologie und Kristallographie. Ihre "postgraduate studies" belegte sie an der Cambridge University. 1934 ging Dorothy Crowfoot nach Oxford zurück, um am Somerville College Chemie zu unterrichten.

Dorothy Crowfoot promovierte 1937 in Oxford, wurde 1956 dort Professorin und blieb bis zu ihrer Pensionierung in wechselnden Positionen. Hier in Oxford beschäftigte sie sich mit der chemischen Analyse des Insulins und mit der Frage, wie man die Gestalt eines großen chemischen Moleküls bestimmen kann. Darum bemühte sich Dorothy Crowfoot mit Erfolg um die Anschaffung von speziellen Apparaten zur Strukturanalyse von Stoffen wie Insulin und Penicillin. Anschließend kristallisierte sie organische Stoffe und untersuchte sie mithilfe von Röntgenstrahlen. 1937 heiratete Dorothy Crowfoot den Historiker Thomas Hodgkin. Das Paar bekam drei Kinder.

Dorothy Crowfoots Hauptforschungsgebiet war die Chemie des Penicillins und die Kristallographie, worüber sie zahllose Arbeiten veröffentlichte. Daneben galt sie als Wegbereiterin der Molekularbiologie und als Initiatorin der internationalen Kristallographenvereinigung, die sie 1946 mitbegründete. Sie erhielt auf ihrem Forschungsgebiet zahlreiche Ehrungen: 1947 wurde sie Mitglied der exklusiven Royal Society und 1960 deren Forschungsprofessorin, 1956 wurde sie Mitglied der Royal Netherlands Academy of Sciences und 1958 der Bostoner American Academy of Arts and Sciences.


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