Weibliche Sexualität ab 45: Sexuell inaktiv – warum?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. September 2016)

Bei einigen Frauen nimmt mit zunehmendem Alter die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs ab und es wird mehr Wert auf die Qualität der sexuellen Begegnungen gelegt. Der erlebten Sexualität tut das Altern also keinen Abbruch. Dennoch gibt es Frauen, die mit dem Beginn der Wechseljahre ihre sexuelle Aktivität einstellen. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich.

Einige Frauen leben partnerlos und haben möglicherweise Schwierigkeiten, neue Partner in ihrem Alter zu finden. Denn da Frauen im Allgemeinen länger leben als Männer, gibt es in der Bevölkerung ab einem gewissen Alter deutlich mehr Frauen als Männer. So bedeutet auch der Verlust eines Partners für die Frau oft das Ende des Sexuallebens – zumindest vorübergehend.

Gesundheitliche Probleme können die weibliche Sexualität im Alter ebenfalls beeinträchtigen. So steigt mit zunehmendem Alter im Allgemeinen das Risiko, dass körperliche Erkrankungen (wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Rheuma, Krebserkrankungen usw.) das Sexualleben einschränken oder gar beenden. Psychische Erkrankungen (wie Depressionen, Alkoholismus) können das Sexleben beeinträchtigen.

Des Weiteren können sich Beziehungsprobleme negativ auf die weibliche Sexualität auswirken. Ist das Sexleben in einer langen Beziehung eintönig geworden, nutzen zudem einige Frauen das Älterwerden, um unliebsam gewordene sexuelle Routinen, die sie nur noch als lästige Verpflichtung empfinden, loszuwerden. Das kann auch passieren, wenn die Frau beim sexuellen Verkehr mit dem Partner seit Jahren keine Lust empfindet.

Immer wieder kommt es vor, dass Frauen eine Scheu oder sogar Angst davor haben, sexuell aktiv zu sein – und dies unabhängig davon, wie jung oder alt sie sind. Oft fällt es ihnen schwer, sexuelle Vorlieben oder Wünsche dem Partner gegenüber auszusprechen oder auf andere Weise deutlich zu machen. Zum Teil schrecken sie davor zurück, mit den im Leben erlernten Rollenvorstellungen zu brechen, in denen Männern die aktive Rolle zukommt. Denn der Partner könnte einen ablehnen oder nicht mehr lieben, wenn man plötzlich sexuell mehr fordert, so zumindest die Sorge vieler Frauen. Viele Frauen scheuen sich auch vor dem eigenen sexuellen Begehren – empfinden sie unter Umständen mehr Lust als der Partner, schämen sich viele, ihm dies zu gestehen.

Mit dem Partner offen über Probleme, sexuelle Vorlieben und Bedürfnisse zu reden, ist in jedem Lebensalter empfehlenswert und hilfreich – für sich selbst und die Partnerschaft.


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