Pubertät: Die seelische Entwicklung: Vom Kind zum Erwachsenen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Mai 2014)

Die Pubertät ist nicht nur vom körperlichen Reifungsprozess gekennzeichnet – sie umfasst auch die seelische Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen. Mädchen und Jungen beginnen, sich von den Eltern zu lösen und sich ihre eigene Meinung zu bilden. Sie machen sich auf die Suche nach ihrer eigenen Identität und beginnen mehr und mehr, die Welt der Erwachsenen kritisch zu hinterfragen.

Der Ablösungsprozess vom Elternhaus führt häufig zu Auseinandersetzungen mit der Familie. Schrille Modetrends, der neue Freund oder abendliches Ausgehen entfachen hitzige Diskussionen zwischen Eltern und Jugendlichen. Oft kommen Teenager in diesem Alter zum ersten Mal mit Drogen in Berührung. Jungen und Mädchen in der Pubertät orientieren sich nun zunehmend an Gleichaltrigen – sie suchen Freundschaften zu anderen Pubertierenden beiderlei Geschlechts und Verständnis von Gleichgesinnten.

Ein Mädchen hält ein Smartphone in der Hand und verdreht genervt die Augen, während ihre Mutter ihr einen Vortrag hält. © iStock

Ablösungsprozess: In der Pubertät führen viele Alltagsprobleme zu Auseinandersetzungen mit der Familie.

Einerseits ist die Pubertät die Phase, in der sich Kinder von ihren Eltern lösen. Andererseits brauchen Jugendliche dennoch Halt und Unterstützung von den Eltern. Sie wollen sich zwar ihre Meinung bilden, brauchen aber trotzdem Vorbilder und Standpunkte, an denen sie sich orientieren können.

Auch wenn es schwer fällt, sollten Eltern ihre Kinder in dieser Zeit nicht zu sehr einengen und versuchen, sie loszulassen. Wenn Kinder Unterstützung und Rat bei den Eltern suchen, ist es dennoch wichtig, dass sie ihnen zur Seite stehen. Ein Spagat zwischen Loslassen und für die Kinder da sein, der für beide Seiten nicht immer leicht zu bewältigen ist.

Am Anfang der Pubertät beginnen Jugendliche außerdem, sich selbst stärker wahrzunehmen. Das äußere Erscheinungsbild wird immer wichtiger. Vielen fällt es schwer, die körperlichen Veränderungen zu akzeptieren. Sie sind den Jugendlichen fremd und führen zu Verunsicherungen.

Durch den starken Wachstumsschub wirkt der jugendliche Körper oft unproportional und ungelenk. Häufig mangelt es den jungen Menschen an Selbstbewusstsein. Hinzu können – ausgelöst durch Hormonveränderungen – Akne, schnell fettende Haare oder ein veränderter Körpergeruch kommen.

Auch das Verhalten der jungen Menschen verändert sich: Pubertierende sind oft launisch und mitunter sogar aggressiv – starke Stimmungsschwankungen sind in der Pubertät keine Seltenheit.


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