Potenzstörung und Partnerschaft: Das Gespräch suchen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. Februar 2014)

Nur das, was offen ausgesprochen wird, kann auch verändert werden. Wenn der Mensch etwas ausspricht, das ihm schon lange auf der Seele lag, wird das Problem zwar noch nicht gelöst, aber es verliert oft seine bleierne Schwere und ist der erste Schritt zur Lösung.

Manchmal kann ein Gespräch allein schon helfen, dem Betroffenen den nötigen Druck zu nehmen – und bisweilen offenbaren sich im Gespräch Wünsche oder Dinge, die das Problem sogar völlig in Luft auflösen.

Mögliche Fragen, die Sie bei Potenzproblemen gemeinsam klären könnten, sind:

  • Wo stehen wir mit unserer Partnerschaft?
  • Was tut uns gut? Was macht uns in Bezug auf Sexualität Spaß?
  • Was fehlt dem einzelnen Partner in der Beziehung?
  • Was können wir ändern, damit beide mit dem Sexualleben zufrieden sind?

Die Fragen helfen, mehr über sich und die Partnerin oder den Partner herauszufinden. Das hat eine entkrampfende Wirkung und verhindert, dass eine Potenzstörung durch psychische Konflikte verschlimmert wird.

Oft ergeben sich im Gespräch schon erste Lösungsansätze, wie etwa:

  • Der Entschluss, sich über die Möglichkeiten einer begleitenden Paartherapie zu informieren.
  • Die Erkenntnis, dass sexueller Genuss nicht nur von der Erektion und dem Geschlechtsakt abhängig ist. Dies ermutigt beide Partner, andere sexuelle Spielarten auszuprobieren, und vermindert den belastenden Erfolgsdruck.

Die Sexualität zwischen zwei Menschen wird immer auch viel über die Partnerschaft selbst und den gemeinsamen Alltag aussagen. Gemeinsam eine Potenzstörung zu bewältigen bietet auch die Gelegenheit darüber nachzudenken, wo man gemeinsam im Leben steht und wo es hingehen soll.

Ein Paar sitzt im Bett und diskutiert. © Jupiterimages/Eyecandy Images

Oft kann ein Gespräch schon viel Druck nehmen.


Wie hoch schätzen Sie Ihre Möglichkeiten ein, eine Erektion zu bekommen und diese auch aufrechtzuerhalten?