Eifersucht

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Juni 2012)

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Ein intensiver Blickwechsel, ein inniges Gespräch oder eine fremde Telefonnummer – Auslöser für Eifersucht gibt es viele. Sie rufen bei manch einem Partner Argwohn und das unliebsame Gefühl von Zurückweisung hervor.

Viele Menschen, die in einer festen Partnerschaft leben, kennen diese Gefühlsregungen. Aber auch in platonischen Freundschaften und in Familien ist Eifersucht möglich. Was steckt hinter dem Gefühl Eifersucht? Und wie lässt sich erklären, dass viele Menschen auch ohne Flirt oder Seitensprung des Partners eifersüchtig sind?

Das Bild zeigt einen Mann und eine Frau, die zusammen aus einem Glas trinken und eine eifersüchtige Dritte. © Jupiterimages/Goodshoot

Eifersucht kann eine Beziehung belasten.

Eifersucht ist ein Gefühl, das mit Misstrauen und Rivalität gepaart ist und sich auf die Zuneigung oder Anerkennung einer geschätzten oder geliebten Person richtet. Der Eifersüchtige bezweifelt, dass ein ihm wichtiger Mensch ihn ausreichend anerkennt oder liebt, beziehungsweise befürchtet er, dass dieser Mensch einer dritten Person mehr Anerkennung und Zuneigung entgegenbringt als ihm.

Mit anderen Worten lässt sich Eifersucht auch als ein Gefühl des Liebesneides oder der Furcht vor dem Verlust der Liebe beschreiben. Dieses Gefühl liegt meistens in einem realen oder befürchteten Verhalten des Partners begründet.

Wer eifersüchtig ist, fürchtet sexuelle oder auch emotionale Untreue und sieht die Einzigartigkeit der Beziehung in Gefahr. Diese Angst vor einem Liebesentzug kann dabei auch völlig unbegründet sein.

Eifersucht entsteht aber nicht nur in Zweier-Paarbeziehungen – sie kann auch innerhalb von Freundschaften und Familien (z.B. unter Geschwistern) entflammen. Die Betroffenen selbst empfinden das Gefühl von Eifersucht oft als quälend. Aber auch für das Gegenüber kann Eifersucht sehr belastend sein, vor allem, wenn diese grundlos ist.

Wie stark Eifersucht ausgeprägt ist, variiert von Mensch zu Mensch. Dabei spielen die Art der Paarbeziehung und soziokulturelle Begebenheiten eine Rolle. Bis zu einem gewissen Grad ist Eifersucht als normal anzusehen. Manche Menschen reagieren jedoch immer wieder unverhältnismäßig stark eifersüchtig, selbst in unbedenklichen Situationen. Eine solche Reaktion ist für andere meist nicht nachvollziehbar – in diesem Fall spricht man von krankhafter Eifersucht oder sogar von Eifersuchtswahn. Diese Form von Eifersucht kann eine Beziehung belasten.

Eifersucht wird in der Regel sehr unterschiedlich bewertet: Manche empfinden sie als natürliche Regung oder als (lästige) Kehrseite der Leidenschaft. Andere interpretieren Eifersucht als fehlendes Selbstbewusstsein oder starkes Abhängigkeitsverhältnis zum Partner. Auch Unsicherheit oder Besitzansprüche gegenüber dem Partner kommen als Erklärung für Eifersucht infrage. Viele sehen in Eifersucht auch ein Zeichen des Misstrauens, das sich negativ auf eine Paarbeziehung auswirkt.

Eifersucht wird manchmal jedoch auch nachgesagt, dass sie eine Beziehung belebt oder stabilisiert. Meistens ist sie jedoch für beide Partner mit Konfliktpotenzial und Leidensdruck verbunden. Bei manchen Menschen ist sie so stark ausgeprägt, dass sie der psychotherapeutischen Beratung bedürfen.


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