Eifersucht : Krankhafte Eifersucht

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Juni 2012)

Wenn Eifersucht krankhafte Ausmaße annimmt, spricht man von einem Eifersuchtswahn oder auch Othello-Syndrom. Der Betroffene ist hierbei davon überzeugt, von seinem Partner betrogen oder hintergangen zu werden, selbst wenn keinerlei Beweise oder Indizien für die Untreue des Partners vorliegen. Die Überzeugung des Eifersüchtigen lässt sich nicht korrigieren – obwohl das Vergehen des Partners für alle Außenstehenden eindeutig nicht besteht.

Liegt krankhafte Eifersucht vor, kann es infolge der subjektiven Gewissheit des Betroffenen über die Untreue zu Aggressionen gegenüber dem Partner kommen, in der Regel jedoch nicht gegenüber einem vermeintlichen Rivalen.

Das Bild zeigt eine Frau, die einen Mann beschimpft. © Jupiterimages/BananaStock

Beim Eifersuchtswahn kommt es zu Aggressionen gegenüber dem Partner.

Krankhafte Eifersucht kann im Zusammenhang mit Paranoia, Schizophrenie und Alkoholismus auftreten. Bei letzterer Erkrankung können verschiedene Faktoren die Entwicklung eines Wahns beeinflussen. Dazu zählen die Abwehrhaltung des Partners, alkoholbedingte Eheprobleme, Schuldgefühle und vor allem Einschränkungen hinsichtlich der Potenz bei gleichzeitig gesteigerten sexuellen Bedürfnissen. Der Eifersuchtswahn oder krankhafte Eifersucht scheint beim Alkoholismus dazu zu dienen, die eigene Schuld von sich zu weisen und auf den Partner zu übertragen.

Krankhafte Eifersucht kommt bei Männern zwei- bis dreimal häufiger vor als bei Frauen. Insgesamt sind jedoch nur sehr wenige Menschen vom Eifersuchtswahn betroffen.

Da Wahnkranke sich gegenüber therapeutischen Maßnahmen misstrauisch verhalten und sich selbst nicht als therapiebedürftig einschätzen, gestaltet sich die Behandlung von Eifersuchtswahn schwierig. In der Regel kommen eine Behandlung mit Medikamenten oder eine Psychotherapie infrage.


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