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Vitamin K: Schützt vor Blutungen, stärkt die Knochen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. November 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Vitamin K ist in der Natur weit verbreitet – die meisten Menschen sind gut mit Vitamin K versorgt. Zu den besonders Vitamin-K-haltigen Lebensmitteln zählen grüne Blattgemüse, verschiedene Kohlsorten und Hähnchenfleisch. Früchte und Getreide sind relativ Vitamin-K-arm. Vitamin K spielt vor allem für die Blutgerinnung und die Knochenbildung eine wichtige Rolle.

Vitamin K gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Es arbeitet im Stoffwechsel als Hilfseinheit bestimmter Eiweiße, die Enzyme heißen. Als sogenanntes Koenzym beteiligt sich Vitamin K dabei an der Bildung einiger Gerinnungsfaktoren: Faktor II, Faktor VII, Faktor IX und X sowie die Proteine C und S. Sie sind wichtiger Bestandteil der Blutgerinnung und sorgen beispielsweise dafür, dass im Falle einer Verletzung die Blutung gestillt wird.

Im Zusammenspiel mit Proteinen, Calcium und Vitamin D beeinflusst Vitamin K auch die Knochenbildung. Es scheint den Knochen zu verfestigen und somit Brüchen durch Knochenschwund (Osteoporose) vorzubeugen.

Es lassen sich drei Formen von Vitamin K unterscheiden:

  • Vitamin K1 (Phyllochinon): Wird von Pflanzen gebildet, der Mensch nimmt es über die Nahrung auf. Deckt einen Großteil des Bedarfs.
  • Vitamin K2 (Menachion): Wird von Bakterien im Darm hergestellt; spielt eine untergeordnete Rolle für die Vitamin-K-Versorgung.
  • Vitamin K3 (Menadion): synthetische Form, wird heute nicht mehr eingesetzt!

Die empfohlene Vitamin-K-Tagesdosis beträgt etwa 70 Mikrogramm (µg) für Männer im Alter zwischen 15 und 51 Jahren. Frauen dieses Alters, Schwangere und Stillende sollten 60 Mikrogramm Vitamin K täglich über die Ernährung aufnehmen. Der Vitamin-K-Bedarf steigt mit zunehmendem Alter: Ab dem 51. Lebensjahr liegt er für Männer bei 80 und für Frauen bei 65 Mikrogramm. Der genaue Bedarf lässt sich allerdings nur schätzen.

Die ergänzende Einnahme von Vitamin K kann nach Rücksprache mit dem Arzt für Menschen mit Osteoporose sinnvoll sein oder wenn eine Person zu Blutungen neigt.

Ein ernährungsbedingter Vitamin-K-Mangel bei Erwachsenen ist selten. Neugeborene und gestillte Säuglinge sind allerdings gefährdet, einen Vitamin-K-Mangel zu entwickeln. Der Grund: Säuglinge werden mit unzureichenden Vitamin-K-Vorräten geboren. Daher bekommen sie direkt nach der Geburt und in den ersten Tagen zusätzliches Vitamin K (sog. Vitamin-K-Prophylaxe). Voll gestillte Kinder sollten bis zum Ende der Stillzeit Vitamin K erhalten, da die Muttermilch nur wenig Vitamin K enthält.

Kleinkinder decken ihren Bedarf recht zuverlässig, sobald ihre Darmflora ausreichend Vitamin K produziert und sie genug Vitamin K über die Nahrung aufnehmen.

Eine Überdosierung (sog. Hypervitaminose) ist für Vitamin K bisher nicht bekannt. Vitamin K ist selbst in hohen Dosen praktisch ungiftig. Nur in seltenen Fällen können allergische Hautreaktionen auftreten.


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