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Phosphor

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (02. Mai 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Der Mineralstoff Phosphor befindet sich in vielen Lebensmitteln, zum Beispiel in Milchprodukten. Der tägliche Phosphorbedarf kann mit einer ausgewogenen Ernährung leicht gedeckt werden.

Der Körper des Menschen enthält etwa 700 Gramm Phosphor – im menschlichen Organismus liegt es jedoch ausschließlich als Phosphat vor. Der Großteil des Mineralstoffs (85 Prozent) ist in den Knochen eingelagert – nur rund 105 Gramm befinden sich in den Weichteilen und in den Zähnen, circa 0,7 Gramm im Raum außerhalb der Zellen (z.B. im Blutplasma).

KörperbereichPhosphat-Anteil in GrammPhosphat-Anteil in Prozent
Knochen595 g85 %
Weichteile und Zähne105 g15 %
Raum außerhalb der Zellen (Extrazellularraum)0,7 g0,1 %

Phosphor dient als Baustoff für Knochen und Zähne. In Verbindung mit Calcium wird es dort in Form von Hydroxylapatit eingebaut und macht Zähne und Knochen hart. Außerdem wirkt Phosphor zum Beispiel an der Signalübermittlung innerhalb von Körperzellen mit.

Daneben spielt der Mineralstoff unter anderem eine Rolle ...

  • für die Bereitstellung von Energie, z.B. in Form von Adenosintriphosphat (ATP).
  • als Bestandteil unserer Erbsubstanz.
  • als Baustein von Zellmembranen.
  • für das Säure-Basen-Gleichgewicht des Bluts.
  • für die Wirkung von Hormonen.

Den im Nahrungsbrei enthaltenen Phosphor nimmt der Körper über den oberen Teil des Dünndarms auf (sog. Leerdarms). Um den Phosphat-Spiegel konstant zu halten, scheidet der Körper bei gesunden Menschen die entsprechenden Mengen über die Niere aus. Bei bestimmten Erkrankungen funktioniert die Phosphatausscheidung jedoch nicht richtig, sodass sich zu viel Phosphat im Körper ansammeln kann (sog. Hyperphosphatämie).

Die Phosphat-Aufnahme erfolgt dabei gekoppelt an die Aufnahme von Calcium – hohe Calciummengen hemmen die Aufnahme. Ebenso senken Zink und Eisen die Phosphat-Resorption. Ein hoher Vitamin-D-Spiegel fördert sie dagegen.

Ob es Probleme mit der Phosphat-Versorgung gibt, lässt mit einer Blutuntersuchung feststellen. Als normal gelten Plasma-Phosphat-Werte zwischen 0,77 und 1,45 mmol/l. Da der Wert über den Tag schwankt und nach dem Verzehr von Kohlenhydraten abfällt, sollte die Blutabnahme am besten nüchtern und morgens erfolgen.

Ein ernährungsbedingter Phosphormangel ist quasi unmöglich. Nur durch andere Umstände, wie etwa eine Nierenfunktionsstörung, kann es zu einem Phosphormangel kommen.


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