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Molybdän

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (20. Februar 2013)

© Jupiterimages/Polka Dot Images

Molybdän ist ein Mineralstoff, der zu den sogenannten essenziellen Spurenelementen zählt. Essenzielle Spurenelemente sind lebensnotwendig – der Mensch muss sie regelmäßig über die Nahrung aufnehmen, damit keine Mangelerscheinungen auftreten.

Zu Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an Molybdän zählen beispielsweise Milch, Getreide und Hülsenfrüchte.

Wie viel Molybdän der Mensch täglich braucht, ist bislang noch nicht abschließend geklärt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass man mit der Nahrung ausreichend Molybdän aufnimmt, sodass ein Mangel in der Regel nicht vorkommt. Eine Überdosierung von Molybdän aus der Nahrung ist bei Menschen unter normalen Bedingungen nicht möglich.

Molybdän ist ein relativ hartes, dabei aber sprödes, silberweißes Schwermetall. Im menschlichen Körper ist der Molybdän-Gehalt in der Leber, den Nieren und den Knochen am höchsten. Molybdän aus der Nahrung wird im Dünndarm vom Körper aufgenommen. Es wird größtenteils über die Nieren mit dem Urin (und weniger über Stuhl und Galle) wieder ausgeschieden.

Das Element Molybdän wurde 1778 von dem Schweden Carl W. Scheele entdeckt. Die erste Herstellung des Metalls gelang dem schwedischen Chemiker Peter Jakob Hjelm im Jahre 1782.

Funktionen im Körper

Molybdän erfüllt wichtige Funktionen im Stoffwechsel des menschlichen Körpers. Es ist Bestandteil verschiedener Enzyme.

Zwei Beispiele für Enzyme, die Molybdän in ihre Struktur und die aktiven Zentren mit eingebaut haben, sind die Xanthinoxidase und die Aldehydoxidase. Xanthinoxidase sorgt dafür, dass sich das Stoffwechselabbauprodukt Harnsäure bildet. Die Aldehydoxidase ist für bestimmte Stoffwechselprozesse im Lebergewebe verantwortlich.

Molybdän hemmt darüber hinaus vermutlich Bakterien in ihrem Wachstum, das heißt, es hat eine bakteriostatische Wirkung.


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