Kupfer: Kupfermangel

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (23. April 2013)

Ein Kupfermangel kommt relativ selten vor. Er entsteht beispielsweise, wenn:

  • die Kupferaufnahme durch eine Erkrankung gestört ist
  • eine Person über längere Zeit künstlich ernährt wird
  • eine Person über längere Zeit hinweg Zinkpräparate einnimmt

Wenn Kinder lange Zeit einseitig mit Kuhmilch ernährt werden, kann ebenfalls ein Mangel an Kupfer entstehen.

Zu den typischen Zeichen eines Kupfermangels zählen zum Beispiel:

Überdosierung und Vergiftung

Eine Überdosierung oder Vergiftung mit Kupfer ist selten. In Deutschland nehmen Erwachsene etwa 2,3 bis 2,5 Milligramm Kupfer pro Tag auf – eine tägliche Aufnahme von bis zu 5 Milligramm gilt als ungefährlich.

Eine Überdosierung kann zum Beispiel dann entstehen, wenn man säurehaltige Getränke oder Lebensmittel zu sich nimmt, die in einem kupferhaltigen Behälter aufbewahrt wurden. Der Grund: Die Säure in den Nahrungsmitteln löst das Kupfer aus dem Behältnis, sodass es in den Körper gelangt.

Bei der Aufnahme größerer Mengen an Kupfersalzen wird Brechreiz ausgelöst. Personen mit einer Kupfervergiftung leiden an starkem Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfen. Das Kupfer wird zum größten Teil wieder ausgeschieden. In schweren Fällen kann eine Kupfervergiftung tödlich sein.

Kupferpräparate

In der Regel müssen gesunde Menschen keine Nahrungsergänzungsmittel mit Kupfer einnehmen – normalerweise wird der Bedarf über die Nahrung leicht gedeckt.

Wer Kupferpräparate zu sich nehmen möchte, sollte dies nur in Absprache mit einem Arzt oder Apotheker tun!