Kobalt

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (29. April 2013)

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Kobalt ist das einzige Spurenelement, das Bestandteil eines Vitamins ist. Als Zentralatom von Vitamin B12 (Cobalamin) erfüllt Kobalt wichtige Funktionen im Körper.

Kobalt befindet sich in Form von Vitamin B12 in fast ausschließlich tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch, Innereien und Milchprodukten. Pflanzen enthalten dagegen kaum Vitamin B12 beziehungsweise Kobalt.

Wer seinen Bedarf an Vitamin B12 deckt, nimmt automatisch auch ausreichend Kobalt zu sich. Ein Mangel an Vitamin B12 kann beispielsweise bei bestimmten Erkrankungen entstehen, etwa bei chronischer Magenschleimhautentzündung oder bei einer Fischbandwurm-Infektion. Zudem haben einige Personengruppen einen erhöhten Bedarf – so etwa Schwangere, Stillende oder Personen, die viel Alkohol konsumieren. Eine Überdosierung mit Kobalt über die Nahrung ist praktisch nicht möglich.

Als Bestandteil von Vitamin B12 ist das Element Kobalt an vielen lebenswichtigen Körperfunktionen beteiligt, so zum Beispiel:

  • an der Bildung roter Blutkörperchen
  • am Zellwachstum und der Zellteilung
  • an der Bildung der Hülle von Nervenfasern (Myelinscheide)

In der Medizin wird das radioaktive Kobalt-60 (Co 60) in Kobaltbestrahlungseinrichtungen in der Strahlentherapie zur Bestrahlung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen verwendet. Erstmals beschrieben wurde das Element im Jahr 1735 vom Schweden Georg Brandt.

Das Bild zeigt verschiedene Eiweißquellen. © Jupiterimages/iStockphoto

Fleisch und Fisch enthalten viel Vitamin B<sub>12</sub> – und somit auch reichlich Kobalt.

Was Kobalt mit dem Kobold zu tun hat

Das Wort Kobalt kommt aus dem Mittelalter und leitet sich von dem Begriff Kobold ab. Bergleute in Silber- oder Kupferminen dachten, ein wertvolles Erz gefunden zu haben – beim Rösten verflüchtigte sich dieses jedoch unter arsenhaltigem Gestand. Die Bergleute waren der Ansicht, ein Kobold habe ihnen einen Streich gespielt.