Kalium: Kaliummangel (Hypokaliämie)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (28. Mai 2014)

Von einem Kaliummangel (Hypokaliämie) spricht man, wenn die Kaliumkonzentration im Blutserum niedriger als 3,5 Millimol pro Liter (mmol/l) ist. Ein Kaliummangel ist die häufigste Form der Elektrolytstörungen.

Mögliche Ursachen für einen Kaliummangel können unter anderem sein:

Ein Kaliummangel kann sich durch verschiedene Symptome äußern, wie zum Beispiel:

Ein Missbrauch von Abführmitteln (Laxanzien) – zum Beispiel zum Abnehmen – beeinträchtigt auf lange Sicht den Kaliumhaushalt, denn er kann zu einer Hypokaliämie führen und so wiederum die Ursache für hartnäckige Verstopfung werden. Nehmen Betroffene dann wegen der Verstopfung weiter Abführmittel, kann schnell ein Teufelskreis entstehen.

Ältere Menschen sollten besonders darauf achten, täglich genug zu trinken. Denn häufig lässt mit zunehmendem Alter das Durstgefühl nach. Dadurch besteht die Gefahr, rasch auszutrocknen. Die Folge können starke Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts sein. Dabei geraten vor allem der Natrium- und der Kaliumhaushalt durcheinander. Zu empfehlen sind 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit (z.B. Mineralwasser, Leitungswasser, Saftschorlen, Kräuter- und Früchtetees) pro Tag.

Wie eine Hypokaliämie behandelt wird, hängt von der Ursache des Mangels ab. Bei einem leichten Kaliummangel sollte eine kaliumreiche Ernährung den Bedarf rasch ausgleichen können. Nahrungsergänzungsmittel in Form von Brausetabletten oder Kapseln sind nicht zu empfehlen, da hierdurch die Kaliumzufuhr schnell zu hoch werden und zu einem Kaliumüberschuss (Hyperkaliämie) führen kann. Nehmen Sie Kaliumpräparate nur auf ärztliche Anweisung ein!