Eisen: Überdosierung und Vergiftung

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (07. Mai 2013)

Bei einer erhöhten Eisenaufnahme kann sich als Nebenwirkung der Stuhl dunkel färben, was medizinisch aber keine Bedeutung hat. Eine Überdosierung tritt durch den Verzehr eisenhaltiger Lebensmittel selten auf, da ein Zuviel an Eisen von ansonsten gesunden Personen einfach ausgeschieden wird.

Im Rahmen einer Eisenspeicherkrankheit , wie zum Beispiel der erblichen Hämochromatose wird ständig ungewöhnlich viel Eisen aus der Nahrung aufgenommen, was ebenfalls zu einer Eisenüberdosierung führt. Der Gesamteisengehalt von Betroffenen erhöht sich dabei auf bis zu 80 Gramm.

Eisenvergiftung

Durch die versehentliche Einnahme größerer Mengen an eisenhaltigen Arzneimitteln oder Eisenpräparaten kann es jedoch zu einer akuten Eisenvergiftung kommen. Diese ist insbesondere für Kinder lebensbedrohlich. Die Symptome einer akuten Eisenvergiftung treten etwa 30 bis 120 Minuten nach der Einnahme auf und bestehen in:

  • heftigem Erbrechen,
  • starken Magenschmerzen und
  • Durchfall.

Durch die hohen Flüssigkeitsverluste kann eine lebensbedrohliche Schocksituation eintreten.

Wenn sich die Betroffenen von den ersten Symptomen der Eisenvergiftung erholt haben, kann es etwa einen Tag später zu einem starken Blutdruckabfall, zu Krämpfen und zu einer schweren Leberentzündung kommen.

Rufen Sie den Rettungsdienst (112), wenn Verdacht auf eine akute Eisenvergiftung besteht!