Eisen: Eisenpräparate

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (07. Mai 2013)

Um möglichen Erkrankungen durch einen Eisenmangel vorzubeugen, ist es in manchen Fällen erforderlich, zusätzlich Eisen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich zu nehmen. Diese Eisenpräparate sollten aber nur über einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden, weil es bei ansonsten gesunden Personen nach dem Auffüllen der Eisenspeicher normalerweise nicht notwendig ist, dauerhaft Eisen in Form von Arzneimitteln zuzuführen.

Ohne nachweislichen Mangel sollte Eisenpräparate nicht über längere Zeit eingenommen werden.

Eisenhaltige Arzneimittel oder Eisenpräparate unterliegen nicht grundsätzlich der Apothekenpflicht und können somit auch außerhalb von Apotheken in Drogerien, Reformhäusern oder Supermärkten erworben werden. Es gibt jedoch eine Reihe apothekenpflichtiger Eisenpräparate, die bei einem ärztlich festgestellten Eisenmangel verordnet werden. Zusätzlich gibt es verschreibungspflichtige eisenhaltige Injektions- oder Infusionslösungen.

Wenn in der Schwangerschaft oder bei Kinderwunsch ein Eisenmangel festgestellt wird, verordnen Ärzte häufig Eisenpräparate, die zusätzlich Folsäure enthalten.

Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Eisenpräparaten können Nebenwirkungen auftreten. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Magen-Darm-Beschwerden wie beispielsweise:

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Die genannten Beschwerden sind in der Regel nicht schwerwiegend, aber trotzdem häufig ein Grund für einen Abbruch der Therapie. Daher sollte sich jeder, der bei der Einnahme von Eisenpräparaten unter Nebenwirkungen leidet, von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen, damit ein möglichst verträgliches Arzneimittel ausgewählt werden kann. So gibt es beispielsweise Brausetabletten, die den Magen weniger belasten, oder auch Kapseln, die sich erst im Darm auflösen. Zur Vorbeugung einer Verstopfung hilft oft schon eine erhöhte Trinkmenge, wobei hier in erster Linie Wasser zu empfehlen ist.

Wechselwirkungen

Wer Eisenpräparate einnimmt, sollte auch mögliche Wechselwirkungen beachteten. So können die Präparate dazu führen, dass andere Arzneimittel schlechter aufgenommen werden und dadurch vermindert wirken.

Zu den Arzneimitteln, die durch eine gleichzeitige Einnahme von Eisen möglicherweise nur vermindert wirken können, zählen zum Beispiel:

Andererseits können aber auch Arzneimittel oder Lebensmittel beziehungsweise deren Inhaltsstoffe bewirken, dass der Körper Eisen nur vermindert aufnehmen kann. Zu diesen gehören: