Chrom

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (04. März 2013)

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Chrom ist ein Spurenelement, das viele wichtige Funktionen im Körper des Menschen unterstützt. Chrom zählt zu den sogenannten essenziellen Spurenelementen, das heißt, es ist lebensnotwendig und muss dem Körper regelmäßig zugeführt werden.

Chrom ist genau genommen ein Ultraspurenelement – also ein Element, dessen täglicher Bedarf unterhalb von einem Milligramm pro Tag liegt. In der Regel wird der Chrombedarf bei einer ausgewogenen Ernährung leicht gedeckt. Chromvergiftungen durch besonders chromhaltige Nahrungsmittel kommen in der Regel nicht vor – Personen verschiedener Berufsgruppen können jedoch auf anderem Wege eine Chromvergiftung bekommen, etwa, wenn sie Chromstäuben ausgesetzt sind.

Erwachsene müssen über die Nahrung pro Tag schätzungsweise 30 bis 100 Mikrogramm aufnehmen.

Der französische Chemiker Louis Nicolas Vauquelin entdeckte Chrom im Jahr 1797. In der Industrie ist Chrom das wichtigste Legierungsmetall zur Herstellung von nicht-rostenden Chromstählen und wird auch zur Herstellung von Farbstoffen, zum Beispiel als Chromoxidgrün, verwendet. Aber auch bei der Produktion von Batterien oder Edelstahl kommt es zum Einsatz.

Chrom ist ein weiß-bläulich glänzendes Schwermetall. Das wichtigste chromhaltige Erz ist das Chromit (Chromeisenstein).

Chrom im Körper

Chrom spielt im menschlichen Körper eine wichtige Rolle im Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Chrom ist unter anderem notwendig, damit das Hormon Insulin seine Aufgabe als Blutzuckersenker erfüllen kann. Darüber hinaus ist Chrom wichtig für die Funktion der Schilddrüse und für die Produktion körpereigener Eiweiße.

Chrom lagert sich nach langjähriger hoher Einnahme vor allem in Organen wie Lunge, Milz, Leber, Niere und Herz ab, kommt aber auch vermehrt in Knochen, Fett und Muskeln vor.