Cholesterin: Normwerte

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. August 2014)

Die Cholesterinbestimmung im Blut ist Bestandteil des sogenannten Gesundheits-Check-ups. Diese Vorsorgeuntersuchung kann man in Deutschland ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre in Anspruch nehmen. Personen, in deren Familien manche Angehörige hohe Cholesterinwerte haben (sog. positive Familienanamnese), sollten schon vor dem 35. Lebensjahr regelmäßig ihre Werte bestimmen lassen.

Der Gesamtcholesterinwert sollte unter 5,2 Millimol pro Liter (mmol/l) beziehungsweise unter 200 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) liegen. Risikofaktoren für hohe Cholesterinwerte sind:

Neben dem Gesamtcholesterinwert bestimmt der Arzt drei weitere Blutwerte, um die Blutfette einer Person sinnvoll beurteilen zu können:

  1. Der LDL-Cholesterinwert gibt Auskunft darüber, wie viel gefäßschädigendes Cholesterin im Blut vorhanden ist. Die Höhe des empfohlenen Wertes richtet sich nach dem Risikoprofil: Werte unter 4,2 mmol/l (160 mg/dl) empfehlen sich bei niedrigem Risiko, Werte unter 3,4 mmol/l (130 mg/dl) bei mittlerem Risiko und Werte unter 2,6 mmol/l (100 mg/dl) bei hohem Risiko.
  2. Der Wert des schützenden HDL-Cholesterins sollte bei Männern mehr als 0,91 mmol/l (35 mg/dl) betragen, bei Frauen mehr als 1,17 mmol/l (45mg/dl).
  3. Außerdem sollte der Wert der Fettsäuren (Triglyceridwert) bei Personen mit geringem Risiko für Arteriosklerose unter 2,3 mmol/l (200 mg/dl) liegen. Bei Personen mit erhöhtem Risiko (z.B. Diabetes mellitus) sollte unter 1,7 mmol/l (150 mg/dl) liegen.

Um die Blutfette noch besser beurteilen zu können, bestimmt man das Verhältnis von LDL-Cholesterin zu HDL-Cholesterin (sog. LDL/HDL-Quotient). Beispiel: Bei einem LDL-Wert von 140 und einem HDL-Wert von 40 beträgt der Quotient 140/40 = 3,5. Optimal für Personen mit mittlerem Risiko ist ein Wert, der kleiner ist als 3. Dieser Wert ergibt sich beispielsweise, wenn das LDL-Cholesterin bei 120 liegt und das HDL bei 60: 120/60 = 2.