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Calcium

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (04. Juni 2013)

© Jupiterimages/Wavebreak Media

Calcium (auch: Kalzium) zählt zu den Mineralstoffen. In der Regel lässt sich der tägliche Calciumbedarf problemlos über die Ernährung decken, wobei Milch und Milchprodukte die Hauptquellen sind. Mit Calcium angereicherte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel sind daher im Normalfall nicht notwendig.

Calcium macht beim Menschen im Durchschnitt 2 bis 2,5 Prozent der Körpermasse aus, das sind bei einer 60 Kilogramm schweren Person etwa 1,2 Kilogramm. 99,9 Prozent davon sind in Zähnen und Knochen eingelagert, der Rest findet sich vor allem in Körperflüssigkeiten, wie zum Beispiel Blut.

Von dem im Blut befindlichen Calcium sind dabei etwa 50 Prozent in freier Form vorhanden, circa 40 Prozent sind an Eiweiße gebunden und etwa 10 Prozent an organische Säuren.

Die wichtigste Funktion von Calcium im menschlichen Körper ist der Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen. Dabei dienen die Knochen auch als Calciumspeicher, aus denen der Mineralstoff bei Bedarf freigesetzt werden kann. Außerdem ist Calcium unter anderem von Bedeutung für:

Um den täglichen Bedarf an Calcium zu decken, benötigt der Körper folgende Mengen:

Empfohlene Calciumzufuhr: Säuglinge & Kinder

AlterCalcium pro Tag
0 bis unter 4 Monate 220 mg
4 bis unter 12 Monate 330 mg
1 bis unter 4 Jahre 600 mg
4 bis unter 7 Jahre 750 mg
7 bis unter 10 Jahre 900 mg
10 bis unter 13 Jahre 1.100 mg
13 bis unter 15 Jahre 1.200 mg

Empfohlene Calciumzufuhr: Jugendliche und Erwachsene

AlterCalcium pro Tag
15 bis unter 19 Jahre 1.200 mg
19 bis unter 25 Jahre 1.000 mg
25 bis unter 51 Jahre 1.000 mg
51 bis unter 65 Jahre 1.000 mg
65 Jahre und älter 1.000 mg

Empfohlene Calciumzufuhr: Schwangere und Stillende

PersonengruppeCalcium pro Tag
Schwangere 1.000 mg
Stillende 1.000 mg

In Deutschland gelingt es etwa jedem Zweiten, seinen Calciumbedarf über die Nahrung zu decken. In der Altersgruppe der 19- bis 50-Jährigen gibt es quasi keinerlei Versorgungsprobleme. Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren sowie über 50-jährige Männer und Frauen liegen bei der Calciumaufnahme jedoch häufig unter den empfohlenen Werten.

Bei älteren Menschen und vor allem bei Frauen in den Wechseljahren entkalken aufgrund der Hormonumstellung die Knochen, wodurch Osteoporose (Knochenschwund) entstehen kann. Um einer Osteoporose vorzubeugen, sollte man schon in jungen Jahren genügend Knochenmasse aufbauen und dem allmählichen Knochenabbau im Alter entgegenwirken. Dies kann zum Beispiel durch eine calciumreiche Mischkost in Kombination mit Sport und Bewegung erreicht werden. Eine Aufnahme von Calcium als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Brausetabletten oder Ähnlichem sowie von calciumangereicherten Lebensmitteln ist in der Regel nicht erforderlich.

Die Calciumaufnahme im Körper erfolgt vor allem im Dünndarm und hängt eng mit Vitamin D3 zusammen, das die Aufnahme aus dem Darm und den Einbau in die Knochen fördert. Die Calciumkonzentration im Blut wird hormonell reguliert, wobei der Körper versucht, die Konzentration möglichst konstant zu halten. Sinkt die Calciumkonzentration im Blut, setzen die Nebenschilddrüsen Parathormon frei. Der Botenstoff bewirkt, dass Calcium aus den Knochen freigesetzt wird und der Calciumspiegel im Blut wieder steigt.


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