Calcium: Calciummangel (Hypokalzämie) & Calciumpräparate

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (04. Juni 2013)

Calciummangel (Hypokalzämie)

Von einem Calciummangel (Hypokalzämie) spricht man, wenn die Calciumwerte im Blutserum unter 2,3 Millimol pro Liter (mmol/l) liegen.

Als Folge eines länger andauernden Calciummangels kann es zur Entkalkung von Knochen und Zähnen kommen. Dadurch besteht bereits bei geringen Belastungen ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Der Stabilitätsverlust bewirkt zusätzlich Knochenverformungen, die zu Rückenproblemen und starken Schmerzen führen können.

Die Ursachen eines Calciummangels können sein:

Bei einem fortgeschrittenen Calciummangel sind unter anderem folgenden Symptome möglich:

  • gesteigerte Erregbarkeit des Nervensystems
  • Muskelkrämpfe
  • Missempfindungen auf der Haut (wie z.B. Hautkribbeln, pelziges Gefühl oder Ameisenlaufen)

Calciumpräparate

Im Normalfall lässt sich über die Nahrung eine ausreichende Calciumversorgung erreichen.

In bestimmten Situationen kann zusätzliche Einnahme von Calciumpräparaten jedoch möglicherweise sinnvoll sein, so zum Beispiel bei:

Hochdosierte Calciumpräparate sollten Sie nur auf ärztliche Anweisung hin einnehmen, da es schnell zu einem Calciumüberschuss kommen kann!

Wegen seiner antiallergischen Wirkung kann Calcium bei allergischen Reaktionen hilfreich sein und wird mitunter als Tablette, Spritze oder Infusion verabreicht. Auch als entzündungshemmenden Wirkstoff (Antiphlogistikum) setzt man Calcium ein.

Calcium ist nicht grundsätzlich apothekenpflichtig und kann daher auch in Drogerien oder Reformhäusern erworben werden. Häufig wird Calcium auch zusammen mit Vitamin D3 kombiniert.