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Arsen

Veröffentlicht von: Till von Bracht (07. April 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Viele verbinden mit Arsen ein heimtückisches Gift aus einem Krimiroman. Denn tatsächlich: In Verbindung mit Sauerstoff ist Arsen stark giftig und kann schon in geringer Dosis zum Tode führen. Reines Arsen hingegen ist nur wenig giftig und wird bei verschiedenen Beschwerden als homöopathisches Arzneimittel eingesetzt.

Arsen ist ein weitverbreitetes Halbmetall mit der chemischen Abkürzung As. Als Spurenelement kommt es überall

  • in der Umwelt,
  • in organischen Verbindungen und
  • damit auch in Lebewesen

vor.

Arsen spielt im Stoffwechsel von Pflanzen, Tieren und Menschen eine wichtige Rolle. Es bindet sich an bestimmte Enzyme, insbesondere solche, die für die Sauerstoffverwertung wichtig sind.

Ob Arsen für den Menschen lebensnotwendig ist und welche Aufgaben Arsen im Körper genau erfüllt, konnten Wissenschaftler bislang nicht aufklären. Daher gilt Arsen als wahrscheinlich essenzielles Spurenelement.

Das elementare Arsen (die graue, metallische Form) ist nur wenig giftig. Giftig sind die Arsen-Sauerstoff-Verbindungen, wie zum Beispiel Arsentrioxid (Arsenik), das bereits in geringen Mengen tödlich wirken kann. Arsenik ist auch die Substanz, die überwiegend als Mordgift eingesetzt wurde. Es ist ein geruchloses und geschmackloses weißes Pulver, das sich gut in Alkohol löst. Durch die Anreicherung und Absonderung in Nägeln und Haaren kann Arsen auch in bereits bestatteten Leichen nachgewiesen werden.

Im Altertum wurde Arsenik nicht nur als Gift verwendet, sondern unter anderem auch – in geringeren Mengen – als "Kräftigungsmittel" zur Leistungssteigerung eingesetzt. Durch die "milde Vergiftung" wurden die Kapillargefäße vorübergehend erweitert.


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