Arsen: Therapie bei Arsenvergiftung

Veröffentlicht von: Till von Bracht (07. April 2014)

Als Gegengift (Antidot) zur Therapie von akuten und chronischen Arsenvergiftungen steht Dimercaptopropansulfonsäure (DMPS) zur Verfügung. DMPS bindet Metallionen, wodurch eventuell blockierte Schwefelwasserstoffgruppen (SH-Gruppen) von Enzymen wieder frei werden.

Generell sollte bei Vergiftungen kein Erbrechen durch Laien herbeigeführt werden, dies ist nur in Ausnahmesituationen und nur innerhalb der ersten Stunde nach der Gifteinnahme sinnvoll. Stattdessen sollte sofort die Giftnotrufzentrale alarmiert werden.

Nur wenn bekannt ist, dass es sich um eine akute Vergiftung durch Arsenik (Arsentrioxid) handelt, sollte ein Erbrechen herbeigeführt werden. Weiterhin wird der Arzt möglicherweise eine Magenspülung durchführen sowie die Wasser- und Elektrolytverluste ausgleichen. Ist der Betroffene durch die Arsenvergiftung in ein Koma gefallen, wird eine künstliche Beatmung erforderlich.