Arsen: Arsen in der Medizin

Veröffentlicht von: Till von Bracht (07. April 2014)

Arsen wird in der Medizin gegen bestimmte Parasiten eingesetzt, zum Beispiel gegen Trypanosomen (Erreger der Schlafkrankheit) und Treponemen (Treponema pallidum pallidum, Erreger der Syphilis). Heute wird im fortgeschrittenen Stadium der Schlafkrankheit teilweise noch die arsenhaltige Substanz Melarsoprol verwendet. Paul Ehrlich entwickelte im Jahr 1910 das arsenhaltige Salvarsan, das als eines der ersten Antibiotika gilt und unter anderem gegen die Syphilis eingesetzt wurde. Auch bei der Therapie der Promyelozytenleukämie werden Arsenverbindungen verwendet.

In der Homöopathie kommt Arsen bei verschiedenen Beschwerden zum Einsatz. Dabei können verschiedene Arsen-Verbindungen verwendet werden, wie zum Beispiel:

  1. Metallisches Arsen: bei Ekzemen, Schleimhautentzündungen von Augen, Mundhöhle oder Magen-Darm-Trakt, Leber- und Milzerkrankungen, Diarrhö, Verstimmungszuständen
  2. Arsentrioxid: bei Entzündungen, Infektionen, Verschleißkrankheiten, Verstimmungszuständen
  3. Arsentribromid: bei Akne, Lymphknotenverhärtung
  4. Arsentriiodid: bei Rhinitis, Bronchitis
  5. Arsendisulfid: bei Entzündungen der Atemorgane, Ischiasschmerz