Gesund leben mit MS – Ernährung und Impfungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Juni 2016)

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Gerade die Frage nach der richtigen Ernährung beschäftigt viele Menschen mit multipler Sklerose (MS). Untersuchungen der letzten Jahre legen jedoch vor allem den Schluss nahe, dass es sinnvoller ist, auf eine ausgewogene Ernährung und auf sein Gewicht zu achten, als nach einer speziellen Diät zu leben.

Im Grunde gelten für Menschen mit MS deshalb dieselben Ernährungsempfehlungen wie für gesunde Menschen:  Der Fokus sollte auf einer ausgewogene Mischkost liegen, also einer Ernährung, die aus viel Getreide und pflanzlicher Kost besteht und eher fettarme Milchprodukte beinhaltet. Ideal sind außerdem etwa zwei Fischmahlzeiten pro Woche, Fleisch sollte dagegen nicht unbedingt täglich auf den Tisch kommen, ebenso wie Eier oder Süßspeisen.

Die Wirksamkeit spezieller Diäten für multiple Sklerose wurde bisher nicht bewiesen. Auf sie sollte deshalb besser verzichtet werden. Manche Diäten wirken sich zudem eher nachteilig auf den Gesundheitszustand von Menschen mit MS aus, da sie einen Nährstoffmangel zur Folge haben können.

Wer MS hat, sollte auch darauf achten, ausreichend zu trinken. Mehr als die allgemein empfohlenen eineinhalb bis zwei Liter pro Tag müssen es jedoch nicht sein. Um den Wasserbedarf zu decken, eignen sich neben Leitungs- oder Mineralwasser auch Kräuter- oder Früchtetees sowie verdünnte Obst- oder Gemüsesäfte.

Impfungen

Impfungen sollen vor Krankheiten bewahren. Bei multipler Sklerose sind jedoch nicht alle Impfungen empfehlenswert. Gerade bei Auslandsreisen sollten Betroffene sich deshalb rechtzeitig darüber informieren, welche Impfungen vorher durchgeführt werden sollen und können.

Während eines akuten Schubs sollten MS-Betroffene generell auf Impfungen verzichten.

Sogenannte Basisimpfungen beziehungsweise Impfungen mit Totimpfstoffen sind bei multipler Sklerose in der Regel unproblematisch. Dazu zählen zum Beispiel Impfungen gegen:

Wer jedoch Immunsuppressiva einnimmt – also Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken (z.B. die Wirkstoffe Azathioprin, Mitoxantron oder Natalizumab) –, sollte keine Impfung mit Lebendimpfstoffen erhalten. Bei multipler Sklerose rät man deshalb grundsätzlich von Impfung mit Lebendimpfstoffen ab, unabhängig davon, welche Basistherapie angewendet wird. Lebendimpfstoffe kommen zum Beispiel bei folgenden Impfungen zum Einsatz:

Welche Impfungen im Einzelfall sinnvoll und möglich sind, erfahren Sie von Ihrem behandelnden Arzt.