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Autor: Onmeda-Redaktion
In Abgrenzung zu einem Placebo steht das Nocebo. Das lateinische "nocebo" bedeutet so viel wie "ich werde schaden". Der Nocebo-Effekt ist das Gegenstück zum Placebo-Effekt – er tritt ein, wenn sich die Vorstellung, dass eine Therapie den Gesundheitszustand verschlechtert, tatsächlich bewahrheitet.
Voraussetzung für den Nocebo-Effekt ist demnach eine pessimistische, negative Einstellung des Patienten; auch schlechte Erfahrungen mit zuvor erfolgten Therapien und negative Informationen, die über den Arzt, Apotheker oder die Medien zum Betroffenen gelangen, können Nebenwirkungen hervorrufen.
Ein gewisses Risiko geht von der Packungsbeilage aus: Wer intensiv den Beipackzettel studiert und alle möglichen Nebenwirkungen und Warnhinweise verinnerlicht, neigt stärker zum Nocebo-Effekt.
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Stand: 02.05.2012
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