Welche Arten von Medikamenten gibt es?: Frei verkäufliche Medikamente

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Dezember 2011)

Frei verkäuflich, also außerhalb der Apotheke handelbar, sind Arzneimittel, die von dem pharmazeutischen Unternehmer ausschließlich zu anderen Zwecken als zur Beseitigung oder Linderung von Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder krankhaften Beschwerden dienen. Umgangssprachlich setzt man "rezeptfrei" oft mit "frei verkäuflich" gleich. Allerdings gilt streng genommen nur das als frei verkäuflich, was nicht apothekenpflichtig ist. Rezeptfrei hingegen können auch apothekenpflichtige Präparate sein. Der Begriff "rezeptfrei" ist somit etwas weiter gefasst als "frei verkäuflich": Er kommt für bestimmte apothekenpflichtige und für alle frei verkäuflichen Präparate zum Einsatz.

Zu den frei verkäuflichen Präparaten gehören zum Beispiel:

  • natürliche Heilwässer sowie deren Salze, auch als Tabletten oder Pastillen
  • künstliche Heilwässer sowie deren Salze, auch als Tabletten oder Pastillen, jedoch nur, wenn sie in ihrer Zusammensetzung natürlichen Heilwässern entsprechen
  • Heilerde
  • Bademoore und andere Bademittel
  • Zubereitungen zur Herstellung von Bädern
  • Seifen zum äußeren Gebrauch
  • mit ihren verkehrsüblichen deutschen Namen bezeichnete Pflanzen und Pflanzenteile, auch zerkleinert
  • Mischungen aus ganzen oder geschnittenen Pflanzen oder Pflanzenteilen als Fertigarzneimittel
  • Destillate aus Pflanzen und Pflanzenteilen
  • Presssäfte aus frischen Pflanzen und Pflanzenteilen, sofern sie ohne Lösungsmittel mit Ausnahme von Wasser hergestellt sind
  • Pflaster
  • ausschließlich oder überwiegend zum äußeren Gebrauch bestimmte Desinfektionsmittel
  • Mund- und Rachendesinfektionsmittel


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