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Verdauung: Stuhlgang

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Januar 2009)

Da keiner gerne über das Thema Stuhlgang spricht, sind sich die meisten Menschen gar nicht darüber im Klaren, was normal ist beim Toilettengang.

Wie oft ist normal? Täglich Stuhlgang zu haben, halten die meisten Menschen für richtig. Doch die Spannbreite ist viel weiter. Normal ist eine Stuhlfrequenz zwischen 3-mal pro Woche bis zu 3-mal am Tag. Da die Verweildauer des Nahrungsbreies mehrere Tage betragen kann, gilt noch niemand als verstopft, wenn er sich nicht jeden Tag entleert.

Manch einer denkt, er leide an Verstopfung, nur weil er nicht jeden Tag Stuhlgang hat – doch das kann man so nicht pauschalisieren.

Wann spricht man von Verstopfung? Erst wenn man seltener als 3-mal pro Woche eine Stuhlentleerung hat, der Stuhlgang sehr hart ist und man nur durch kräftiges Drücken und unter großer Mühe seinen Darm entleeren kann, spricht man von Verstopfung bzw. Obstipation.

Wann spricht man von Durchfall? Wer häufiger als 3-mal am Tag die Toilette aufsucht und einen weichen bis wässrigen Stuhl ausscheidet, leidet unter Durchfall. Meist handelt es sich dabei um größere Mengen, da der Stuhl sehr wasserreich ist. Der Stuhl lässt sich in der Regel kaum aufhalten.

Woher kommen Blähungen? Blähungen – solange sie nicht schmerzhaft sind – gehören zu einer gesunden Verdauung dazu, auch wenn sie in manchen Situationen äußerst unangenehm sind. Blähungen entstehen durch die Ansammlung von Darmgasen, die zusammen mit oder auch ohne Stuhlgang abgegeben werden. Unter Blähungsbeschwerden leidet, wer das Gefühl hat, sein Bauch sei mit Luft gefüllt, und diesen Zustand als äußerst unangenehm und schmerzhaft empfindet.

Die Schwelle, zu welchem Zeitpunkt die Dehnung der Darmwände als schmerzhaft empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. So kann es sein, dass manch einer mit starkem Schmerzempfinden auch ohne vermehrte Gasmenge im Darm unter Blähungsbeschwerden leidet.

Denken Sie immer daran: Das Glas ist halb voll und nicht halb leer. Es gibt viele Lebensmittel, die Sie vertragen und nur wenige sind Übeltäter, die es aus der großen Menge zu enttarnen und zu entfernen gilt.

Lästiger Blähungsschmerz: Viele Betroffene haben zu viel Luft im Bauch und Darm. Das kann unterschiedliche Ursachen haben: Zum einen kann durch hastiges Essen oder durch kohlensäurereiche Getränke vermehrt Luft bzw. Kohlendioxid in den Darm gelangen und die Blähungsbeschwerden auslösen. Zum anderen kann eine veränderte Bakterienbesiedlung im Darm zu einer vermehrten Ansammlung von Gasen führen. Wird man die Gase nicht los, löst das dann die Schmerzen aus. Eine veränderte Bakterienbesiedlung im Darm kann durch Medikamente, unspezifische oder spezifische Lebensmittellintoleranzen (Fruktoseintoleranz, Laktoseintoleranz) verursacht sein.

Die Auslöser zu finden, kostet viel Geduld. Denn stellen Sie sich vor, im Laufe Ihres Lebens essen Sie ungefähr 65 Tonnen Lebensmittel. Das entspricht dem Gewicht von 12 Elefanten. So ist es doch eher ein Wunder, dass Sie das allermeiste gut vertragen!



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