Verdauung: Stuhlgang

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. März 2017)

Da keiner gerne über das Thema Stuhlgang spricht, sind sich die meisten Menschen gar nicht darüber im Klaren, was normal ist beim Toilettengang.

Wie oft ist normal? Täglich Stuhlgang zu haben, halten die meisten Menschen für richtig. Doch die Spannbreite ist viel weiter. Normal ist eine Stuhlfrequenz zwischen 3-mal pro Woche bis zu 3-mal am Tag. Manch einer denkt zwar, er leide an Verstopfung, nur weil er nicht täglich Stuhlgang hat – doch das kann man so pauschal nicht sagen. Da die Verweildauer des Nahrungsbreis mehrere Tage betragen kann, kann es durchaus normal sein, wenn man nicht jeden Tag Stuhlgang hat.

Wann spricht man von Verstopfung? Erst wenn man seltener als 3-mal pro Woche eine Stuhlentleerung hat, der Stuhlgang sehr hart ist und man nur durch kräftiges Drücken und unter großer Mühe seinen Darm entleeren kann, spricht man von Verstopfung beziehungsweise Obstipation.

Wann spricht man von Durchfall? Wer häufiger als 3-mal am Tag die Toilette aufsucht und einen weichen bis wässrigen Stuhl ausscheidet, leidet unter Durchfall. Meist handelt es sich dabei um größere Mengen, da der Stuhl sehr wasserreich ist. Der Stuhl lässt sich in der Regel kaum aufhalten.

Woher kommen Blähungen? Blähungen – solange sie nicht schmerzhaft sind – gehören zu einer gesunden Verdauung dazu, auch wenn sie in manchen Situationen äußerst unangenehm sind. Blähungen entstehen durch die Ansammlung von Darmgasen, die zusammen mit oder auch ohne Stuhlgang abgegeben werden. Unter Blähungsbeschwerden leidet, wer das Gefühl hat, sein Bauch sei mit Luft gefüllt, und diesen Zustand als äußerst unangenehm und schmerzhaft empfindet.

Die Schwelle, zu welchem Zeitpunkt die Dehnung der Darmwände als schmerzhaft empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. So kann es sein, dass manch einer mit starkem Schmerzempfinden auch ohne vermehrte Gasmenge im Darm unter Blähungsbeschwerden leidet.

Lästiger Blähungsschmerz: Viele Betroffene haben zu viel Luft im Bauch und Darm. Das kann unterschiedliche Ursachen haben: Zum einen kann durch hastiges Essen oder durch kohlensäurereiche Getränke vermehrt Luft beziehungsweise Kohlendioxid in den Darm gelangen und die Blähungsbeschwerden auslösen. Zum anderen kann eine veränderte Bakterienbesiedlung im Darm zu einer vermehrten Ansammlung von Gasen führen. Wird man die Gase nicht los, löst das dann die Schmerzen aus. Eine veränderte Bakterienbesiedlung im Darm kann zum Beispiel durch Infekte, Medikamente (wie Antibiotika) oder Lebensmittelunverträglichkeiten (wie Fructoseintoleranz, Laktoseintoleranz) verursacht sein.