Tag der Rückengesundheit 2017 – die richtige Balance finden

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. März 2017)

Die meisten Menschen kennen Rückenschmerzen – sie gehören zu den in Deutschland am häufigsten angegebenen Schmerzen. „Balance halten – Rücken stärken“ ist das Motto des Tags der Rückengesundheit 2017.

Gemeinsam mit der Aktion gesunder Rücken (AGR) e.V. und der Konföderation der deutschen Rückenschulen (KddR) will der Bundesverband der deutschen Rückenschulen (BdR) am 15. März zur Prävention von Rückenschmerzen aufrufen – denn in den meisten Fällen kann man selbst einiges tun, um Rückenschmerzen vorzubeugen.

Das diesjährige Motto berücksichtigt sowohl körperliche als auch psychosoziale Aspekte der Rückengesundheit. So umfasst die körperliche Balance den Ausgleich zwischen Haltung und Bewegung, Belastung und Erholung und die neuro-muskuläre Balance.

Für einen gesunden Rücken ist es wichtig, dass sich die Körperhaltung beim Sitzen, Stehen und Gehen dynamisch im Gleichgewicht befindet und längere Fehl- und Zwangshaltungen vermieden werden. In Bezug auf Belastung ist die richtige Dosierung ein zentraler Aspekt – diese sollte immer an die individuellen Leistungskapazitäten angepasst sein.

Neuro-muskuläre Balance berücksichtigt nicht nur Muskelkraft, sondern setzt auch eine gute Koordination innerhalb und zwischen den Muskeln voraus. Dies zusammen fördert eine ausbalancierte Körperhaltung und harmonische Bewegungsabläufe.

Neben der körperlichen Balance kann mitunter auch die psychische Balance eine Rolle spielen. So kann chronische Überforderung der Psyche durch hohe Arbeitsbelastung, Leistungsdruck oder soziale Konflikte zu psychosomatischen Beschwerden führen, die auch den Rücken betreffen können.

Zum Tag der Rückengesundheit finden in ganz Deutschland Vorträge, Mitmachaktionen, Workshops und Ausstellungen zum Motto statt, die dem Thema eine prominente Plattform bieten und Möglichkeiten der Prävention von Rückenbeschwerden in den Mittelpunkt stellen.

Wenn Sie direkt anfangen möchten, Rückenschmerzen vorzubeugen, sollten Sie Ihrem Rücken folgende Dinge möglichst ersparen:

  • Bewegungsmangel während der Arbeit und in der Freizeit: Stundenlanges Sitzen genauso wie ständiges Stehen können dem Rücken schaden: Bei unbeweglichen Haltungen wird die Muskulatur weniger mit Sauerstoff versorgt und ermüdet schnell.

Tipp: Generell ist es empfehlenswert, mehrmals am Tag zwischen sitzender und stehender Tätigkeit zu wechseln. Wenn Sie eine sitzende Tätigkeit ausüben, wechseln Sie zwischendurch die Position, stehen Sie auf und gehen Sie ein paar Schritte. Wenn Sie umgekehrt bei der Arbeit viel stehen, setzen Sie sich zwischendurch hin. Sorgen Sie auch in der Freizeit regelmäßig für Bewegung: Gehen Sie spazieren oder treiben Sie Sport.

  • Häufige einseitige Belastungen bzw. eine ständig einseitige Haltung können zu Verspannungen und Schmerzen führen.

Tipp: Legen Sie bei monotonen Tätigkeiten mit ständig wiederkehrenden Bewegungen regelmäßig Pausen ein. Stehen Sie auf und bewegen Sie sich. Dehnen Sie Ihre Muskeln zwischendurch.

  • Aktivitäten mit ständig gebeugtem Oberkörper oder häufiges Bücken belasten Wirbelsäule und Bandscheiben.

 Tipp: Achten Sie beim Heben darauf, den Rücken gerade zu halten und in die Knie zu gehen, um die Muskelkraft der Beine zu nutzen.

  • Ruckartige Bewegungen: Diese sind oft unkontrolliert und können Schmerzen verursachen.

 Tipp: Bewegen Sie sich nach Möglichkeit behutsam und langsam und vermeiden Sie plötzliche Bewegungen. 

Übungen für den Rücken finden Sie in unserer Bildergalerie Rückentraining: So kräftigen Sie Ihren Rücken zu Hause!

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Linktipps

Weitere Informationen des Bundesverbands deutscher Rückenschulen zum Tag der Rückengesundheit 2017

Quellen

Online-Informationen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege: www.bgw-online.de (Abrufdatum: 14.3.2017)

Online-Informationen des Bundesverbands deutscher Rückenschulen (BDR) e.V.: www.bdr-ev.de (Abrufdatum: 14.3.2017)

Online-Informationen der Aktion gesunder Rücken e.V.: www.agr-ev.de (Stand: 13.5.2014)

Patientenleitlinie der Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften: Nationale Versorgungs-Leitlinie Kreuzschmerz. (Stand: 6.8.2013)

Keller, S.: Das Rückenbuch. Stiftung Warentest, 1. Auflage 2004

Stand: 15. März 2017



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