Steckbrief: Scharlach

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (08. Juli 2016)

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Um die Krankentage möglichst gut organisieren zu können, ist es besonders für berufstätige Eltern hilfreich zu wissen, wie lange bei der Erkrankung ihres Kindes eine Ansteckungsgefahr besteht, welche Symptome auftreten können und wie die Therapie aussieht.

Darum finden Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten zur Kinderkrankheit Scharlach.

Wie ist die Inkubationszeit bei Scharlach?

Von der Ansteckung bis zu ersten Symptomen: zwei bis sieben Tage. In dieser Zeit ist man bereits ansteckend.

Wie lange ist Scharlach ansteckend?

Ab Behandlungsbeginn: 24 Stunden lang ansteckend.
Unbehandelt: bis zu drei Wochen ansteckend.

Welche Symptome können auftreten?

Typische Symptome:

  • plötzliches hohes Fieber
  • Halsschmerzen / Schluckbeschwerden
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • weiß belegte Zunge
  • roter Rachen
  • nach etwa vier Tagen typische Himbeerzunge (rot mit Pöckchen)

Wie steckt man sich mit Scharlach an?

Per Tröpfcheninfektion: beim Husten, Niesen oder Küssen.

Kann ich mein Kind vor Scharlach schützen?

Es gibt keine vorbeugenden Maßnahmen wie z.B. eine Impfung gegen Scharlach.

Wird man gegen Scharlach immun?

Nein, man kann nur gegen den Bakterienstamm immun werden, mit dem man schon infiziert war. Scharlach kann aber durch unterschiedliche Streptokokken-Bakterienstämme ausgelöst werden.

Welche Medikamente sind bei Scharlach nötig?

Therapie bei Scharlach: Penicillin, regelmäßig über zehn Tage, damit die Behandlung erfolgreich ist.
Alternativ: Eythromycin oder ein anderes Antibiotikum.

Wie kann ich meinem Kind durch die Krankheit helfen?

Am wichtigsten: Scharlach behandeln lassen.

Zu Hause:

  • viel ausruhen
  • in den ersten 24 Stunden der Behandlung wenig Kontakt zu anderen
  • viel trinken, um den Schleim im Hals zu lösen
  • besonders nachts möglichst feuchte und kühle Luft, um den Husten zu lindern

Wann darf mein Kind wieder in den Kindergarten / die Schule?

48 Stunden, also zwei Tage, nachdem die Behandlung begonnen wurde – vorausgesetzt, es hat kein Fieber mehr und fühlt sich dazu in der Lage.

Was ist sonst noch wichtig?

Informieren Sie den Kindergarten oder die Schule, wenn Ihr Kind Scharlach hat. So kann die Einrichtung andere Eltern darüber informieren, sodass diese bei entsprechenden Symptomen schnell reagieren können.

Linktipps:

Scharlach

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2016)

Wessel, L., et al.: Checkliste Pädiatrie. Thieme, Stuttgart 2016

Hof, H., Dörries, R.: Medizinische Mikrobiologie. Thieme, Stuttgart 2014

Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

Stand: 8. Juli 2016


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