Steckbrief: Ringelröteln

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (23. Juli 2016)

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Um die Krankentage möglichst gut organisieren zu können, ist es besonders für berufstätige Eltern hilfreich zu wissen, wie lange bei der Erkrankung ihres Kindes eine Ansteckungsgefahr besteht, welche Symptome auftreten können und wie die Therapie aussieht.

Darum finden Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten zur Kinderkrankheit Ringelröteln.

Wie ist die Inkubationszeit bei Ringelröteln?

Von der Ansteckung bis zu ersten Symptomen: 5 bis 15 Tage. In dieser Zeit ist man bereits ansteckend.

Wie lange sind Ringelröteln ansteckend?

Ringelröteln sind noch bis zu 1 Woche lang ansteckend, nachdem die Krankheit ausgebrochen ist. Die größte Gefahr einer Ansteckung besteht jedoch in der Zeit, bevor die ersten Symptome ausgebrochen sind – mit Auftauchen der ersten Beschwerden sinkt das Risiko einer Ansteckung täglich.

Welche Symptome können auftreten?

Ringelröteln bereiten besonders Kindern oft keine Beschwerden und erscheinen häufig wie ein leichter Schnupfen.

Wenn jedoch girlandenförmig geschwungene Flecken auf der Haut auftauchen, ist das ein typsiches Zeichen für Ringelröteln.

Wie steckt man sich mit Ringelröteln an?

Per Tröpfcheninfektion: beim Husten, Niesen oder Küssen.

Kann ich mein Kind vor Ringelröteln schützen?

Es gibt keine vorbeugenden Maßnahmen wie z.B. eine Impfung gegen Ringelröteln.

Wird man gegen Ringelröteln immun?

Ja. Wer einmal Ringelröteln hatte, bekommt diese Erkrankung nicht noch einmal.

Welche Behandlung ist bei Ringelröteln nötig?

Kinder mit Ringelröteln brauchen meistens keine Medikamente. Eventuell kann Paracetamol gegen Fieber helfen und bestimmte Wirkstoffe gegen Juckreiz. Davon abgesehen ist es höchstens nötig, sich möglichst auszuruhen, bis die Beschwerden vorbeigehen.

Wann darf mein Kind wieder in den Kindergarten / die Schule?

Falls bei Ihrem Kind Ringelröteln diagnostiziert werden, muss es während der ansteckenden Zeit zu Hause bleiben – hierzu kann Ihnen Ihr Kinderarzt gezielt Auskunft geben.

Was ist sonst noch wichtig?

Informieren Sie den Kindergarten oder die Schule, wenn Ihr Kind Ringelröteln hat. So kann die Einrichtung andere Eltern darüber informieren, sodass diese bei entsprechenden Symptomen schnell reagieren können.

Linktipps:

Ringelröteln

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2016)

Abeck, D., Cremer, H.: Häufige Hautkrankheiten im Kindesalter. Klinik - Diagnose - Therapie. Springer, Berlin Heidelberg 2015

Eppinger, M., Müller, M.: Pädiatrie. Für Studium und Praxis 2015/16. Medizinische Verlags- und Informationsdienste, Breisach 2015

Leitlinien der Gesellschaft für Virologie (GfV): Labordiagnostik schwangerschaftsrelevanter Virusinfektionen. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 093-001 (Stand: 31.3.2014)

Stand: 23. Juli 2016


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