Beschleunigt Honig die Wundheilung?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Januar 2016)

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Honig findet sich in so gut wie jeder Küche wieder, egal ob als Brotaufstrich, zum Süßen des Tees oder als Bestandteil des Schlummertrunks zusammen mit heißer Milch. Doch Honig schmeckt nicht nur gut, ihm werden auch außergewöhnliche Fähigkeiten bei der Wundheilung nachgesagt. Gehört Honig also nicht nur in die Küche, sondern auch in die Hausapotheke?

Das Wissen um die heilsamen Fähigkeiten des Honigs ist seit langem bekannt: Schon die alten Ägypter sollen ihre Wunden mit Honig behandelt haben. Forscher der Universität Wales haben sich der Fragestellung wissenschaftlich genähert. Sie testeten die antibiotische Wirkung von natürlichem Honig an 25 verschiedenen Bakterienstämmen, die sich häufig in offenen Wunden vermehren und dort für Entzündungen sorgen können. 18 der getesteten Bakterienstämme waren gegen die meisten der heute verfügbaren Antibiotika resistent. Der verwendete Honig konnte das Wachstum der getesteten Bakterienstämme entscheidend bremsen oder sogar stoppen.

Die heilsame Wirkung verdankt der Honig verschiedenen Eigenschaften: Zum einen lassen sich Wunden durch Honig luftdicht verschließen und so vor weiteren Infektionen schützen. Der im Honig enthaltene Zucker entzieht bereits vorhandenen Bakterien das Wasser und tötet sie ab. Zum anderen haben verschiedene Enzyme im Honig einen positiven Effekt auf die Wundheilung. Das Enzym Glukoseoxidase beispielsweise erzeugt eine aggressive Substanz namens Wasserstoffperoxid. Sie tötet Wundkeime einfach ab.

Fazit: Honig scheint zur Behandlung kleiner, äußerlicher Wunden durchaus geeignet. Dort beschleunigt er die Heilung und ist im Gegensatz zu vielen Wunddesinfektionsmitteln gut hautverträglich.

Quellen

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2016)

Pharma Bees. Online-Informationen der Cardiff University: http://www.cardiff.ac.uk (Stand: 29.10.2015)

Stand: 30. Januar 2016



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