Alkohol in Zahlen: 136 Liter sind viel – 74.000 Tote auch

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (15. Mai 2017)

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Wussten Sie, dass Schätzungen zufolge jeden Tag über 200 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums sterben? Und das nur in Deutschland. Pro Jahr sind das 74.000 Personen. Die Aktionswoche Alkohol, die vom 13. bis zum 21. Mai stattfindet, wendet sich an alle, die Alkohol trinken – und das sind fast 97 Prozent aller erwachsenen Deutschen.

Alkohol kann auch dann tödlich sein, wenn man nicht abhängig ist. Auf Dauer schadet er allen Zellen im Körper und begünstigt viele Erkrankungen. Das kann zum Beispiel eine Fettleber sein, eine Herzmuskelerweiterung oder Gedächtnisschwäche. Zudem steigt das Risiko für manche Krebserkrankungen wie Leberkrebs, Brustkrebs, Enddarmkrebs oder Krebs im Mund- und Rachenraum.

Doch das ist noch nicht alles: Bier, Schnaps, Wein & Co. haben viele weitere negative Auswirkungen in der Gesellschaft. In Zahlen ausgedrückt wird deutlich, wie sehr Alkohol unser Leben beeinflusst.

Alkohol gehört für viele Menschen wie selbstverständlich zum Leben dazu. Nur weil das Trinken in der Gesellschaft etabliert ist und es fast jeder macht, heißt das aber nicht, dass man sich damit etwas Gutes tut. Einen 100-prozentig unbedenklichen Alkoholkonsum gibt es im Grunde nicht – aber einen risikoarmen.

Wie viel darf es sein?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, denn jeder reagiert anders auf Alkohol. Als grobe Orientierung gelten folgende Faustregeln, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden:

  • Trinken Sie nicht täglich, sondern bleiben Sie mindestens an zwei bis drei Tagen in der Woche abstinent. So vermeiden Sie, dass Sie sich an den Alkohol zu sehr gewöhnen.
  • Frauen sollten nicht mehr als 0,3 l Bier ODER 0,15 l Wein/Sekt ODER 0,4 cl einer Spirituose an einem Tag trinken (= 12 Gramm reiner Alkohol)
  • Männer sollten nicht mehr als 0,6 l Bier ODER 0,3 l Wein/Sekt ODER 0,8 cl einer Spirituose an einem Tag trinken (= 24 Gramm reiner Alkohol)

Es kommt also vor allem auf Menge und Häufigkeit an. Und das hat auch sein Gutes: Wer nur gelegentlich ein Glas Wein oder Bier genießt, wird das Getränk sicher mehr zu schätzen wissen.

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Quellen:

Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.kenn-dein-limit.info (Abrufdatum: 12.5.2017)

Online-Informationen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS): www.aktionswoche-alkohol.de (Abrufdatum: 12.5.2017)

Kamensky, J.: Versteckter Alkohol in Lebensmitteln. Online-Informationen des Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: www.vis.bayern.de (Stand: 10.12.2015)

DHS Factsheet: Alkohol und Jugendliche. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Online-Publikation: www.dhs.de (Stand: Juni 2016)

Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel im Straßenverkehr 2015. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2015

Stand: 15. Mai 2017



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