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Autor: Onmeda-Redaktion
Die Erde existiert nach derzeitigen Erkenntnissen seit über vier Milliarden Jahren. Da ist es mehr als erstaunlich, dass es heutzutage, nach einer derartig langen Zeit, in der Natur immer noch Radionuklide gibt, die Halbwertzeiten von einigen Jahren oder sogar nur Tagen oder Minuten besitzen.
Diese Tatsache ist durch die Existenz der drei natürlichen Zerfallsreihen zu erklären. Die Ausgangsmaterialien der Zerfallsreihen, also das Thorium 232, das Uran 235 und das Uran 238 besitzen Halbwertzeiten von 14,05 Milliarden Jahren, 0,7038 Milliarden Jahren und 4,468 Milliarden Jahren. Sie können also auch noch nach über vier Milliarden Jahren existieren und zerfallen. Die Art ihrer Zerfälle mit den ihrerseits ebenfalls strahlenden Zerfallsprodukten (= Radionukliden) ist aus den Tabellen ersichtlich. Am Ende der drei Zerfallsreihen steht jeweils ein stabiles Bleiatom.
Es ist interessant und erwähnenswert, dass es Radionuklide gibt, die mit bestimmten Wahrscheinlichkeiten über verschiedene Zerfälle in ein Folgeprodukt übergehen können. So kann beispielsweise das Po 215 über einen Alphazerfall in das Pb 211 oder über einen Betaminuszerfall in das At 215 zerfallen
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